VERABSCHIEDUNG UND VORSTELLUNG DER NEUEN KIRCHENVERWALTUNG

Im Verlaufe eines Sonntagsgottesdiensts wurde kürzlich in der St. Franziskuskirche in Schwarzenbach an der Saale die alte Kirchenverwaltung verabschiedet und die Damen und Herren des neuen Gremiums vorgestellt. Das langjährige Kirchenverwaltungsmitglied Peter Fieback ist von Pfarradministrator Dieter G. Jung als scheidendes Mitglied aus der Kirchenverwaltung verabschiedet worden. Fieback zeichnete sich als engagiertes Mitglied der Kirchenverwaltung in den vergangenen Jahren aus. Als würdigende Anerkennung erhielt Fieback (zweiter v. links) aus den Händen von Dieter G. Jung (rechts im Bild) und dem amtierenden Kirchenpfleger Hugo Philipp (dritter v. links) eine kleine Aufmerksamkeit. Weiterhin wurde Markus Fuchs (nicht auf dem Bild) aus der Kirchenverwaltung verabschiedet.

WELTGEBETSTAG IN SCHWARZENBACH AN DER SAALE

Vor kurzen fand in der kath. St. Franziskuskirche in Schwarzenbach an der Saale der „Weltgebetstag 2019“ mit der Liturgie aus Slowenien statt.  In verschiedenen Liedern, Gebeten und den Erfahrungen einiger slowenischer Frauen wurden deren Anliegen verdeutlicht. An dem Gottesdienst nahmen viele Gäste aus verschiedenen Kirchengemeinden mit unterschiedlichen Konfessionen teil, die von Pfarradministrator Dieter Jung begrüßt worden sind. „Kommt, alles ist bereit“ unter diesem Thema und mit einem freundlichen „Dober vecer!“ (Guten Abend) wurden die Anwesenden nach Slowenien, dem diesjährigen Bestimmungsland, mit einer Bilderserie die aufzeigte mit welchen Schönheiten Slowenien bedacht ist,  entführt. Eine festlich gedeckte Tafel vor dem Altarraum machte das Anliegen des Abends erst richtig deutlich. Der Tisch ist gedeckt, alles ist bereit. Die Mitglieder  des Vorbereitungsteams berichteten: „Herzliche Grüße von den Frauen in Slowenien, einem der kleinsten und jüngsten Länder Europas. Gott hat Slowenien in großer Güte mit Naturschönheiten beschenkt: Von der Pannonischen Tiefebene bis hin zu Hügeln und grünen Wäldern und hohen Bergen; von der geheimnisvollen Unterwelt des Karsts mit Tropfsteinhöhlen von faszinierender Schönheit bis hin zur sonnigen Küste der Adria. Liebe Schwestern und Brüder, kommt, alles ist bereit! Lasst uns gemeinsam Gott preisen“. Einige Damen  des Vorbereitungsteams stellten das Schicksal von verschiedenen slowenischen Frauen und deren Schwierigkeiten ihr Leben zu meistern vor. Die musikalische Begleitung dieses Weltgebetstages übernahm gekonnt Martin Mildner der sowohl auf dem Klavier als auch mit dem Akkordeon die richtige Stimmung zauberte. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein im Gemeinderaum der St. Franziskuskirche eingeladen. Verschiedene slowenische Köstlichkeiten versetzten die Anwesenden auch kulinarisch in das Land zwischen Julischen Alpen und Adriaküste. Dem sehr engagierten, ökumenischen Vorbereitungsteam war es zu verdanken dass der Weltgebetstag auch in der Saalestadt gefeiert werden konnte.  In über 100 Ländern organisieren und gestalten Frauen jedes Jahr den Weltgebetstag. In den Vorbereitungs-Teams sind Frauen verschiedener christlicher Konfessionen und Altersgruppen aktiv. Ökumenisches Miteinander wird beim Weltgebetstag seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich gelebt.


Die Damen des Vorbereitungsteam stellten sich an der gedeckten Tafel zu einem Erinnerungsfoto.

Foto: privat

ST. FRANZISKUS FEIERT AUSGELASSEN DEN FASCHING

Den Anfang machte vor kurzem im Gemeinderaum der St. Franziskuskirche ein bunter, närrischer Pfarrfasching, bei dem die Gäste aufgerufen waren, verschiedene Schmankerl beizusteuern. Das somit entstandene Buffet konnte sich sehen lassen denn es reichte von verschiedenen Wurst- und Brotsorten, Nachtischsorten und diversen Salaten bis hin zum Wurstsalat und anderen kulinarischen Köstlichkeiten. Und wer dann vielleicht feststellen musste sich etwas zu viel Hüftgold angelegt zu haben konnte dieses bei einem schmissigen Tanz oder einer rasanten Spieleinlage wieder etwas abtrainieren. Die Musikauswahl traf wieder DJ Roland dessen Musik bei allen Gästen gut angenommen wurde. Das Resümee der Faschingsveranstaltung fiel allgemein positiv bei allen anwesenden Faschingsnarren aus.

Mit einem schmissigen Tanz oder einer rasanten Spieleinlage war die richtige Faschingsstimmung rasch erreicht.

Die Fortsetzung machte dann der Seniorenfasching des Seniorenclubs St. Franziskus. Denn wenige Tage nach dem Pfarrfasching trafen sich die Seniorinnen und Senioren  ebenfalls im liebevoll dekorierten Gemeinderaum zu ihrem Fasching. Zu Beginn begrüßte Pfarrer Dieter Jung die Gäste und wünschte einen vergnügten Nachmittag. Danach führte Ruth Gorzel gekonnt durch das Programm. Mit den Liedern „Laurenzia“ und „Cowboy Bill“ wurden die Senioren zum Mitsingen und Mitmachen animiert. Im Anschluss konnten sich die Gäste bei leckeren Krapfen und Kaffee stärken. Danach folgte ein buntes Programm mit vielen Mitwirkenden. Pfarrer i.R. Hans Schinhammer begeisterte die Zuhörer mit Beiträgen und Liedern auf der Mundharmonika. Pfarrer Dieter Jung verkleidete sich als Engel und trug eine Büttenrede vor. Danach folgten Sketche und Vorträge von Walburga Arnold, Ruth Gorzel und Franz Walther. Dazwischen wurde von den Helferinnen eine leckere Bowle serviert. Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation der „ZDF-Hitparade“ mit Handpuppen, gespielt von Walburga Arnold, Ruth Gorzel und Rita Vogel. Dabei wurden gekonnt die Lieder „Schmidtchen Schleicher, Babysitter-Boogie und ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ parodiert.  Zum Abschluss zelebrierte Pfarrer Jung in der St.Franziskus-Kirche noch einen Seniorengottesdienst. Voll Lob über die schönen Darbietungen machten sich die Besucher auf den Heimweg.

Die Präsentation der „ZDF-Hitparade“ wurde von Walburga Arnold, Franz Walther, Rita Vogel und Ruth Gorzel (v .r.) gekonnt und humorvoll mit Handpuppen parodiert. 

Fotos: privat

EINKEHRTAG DES GESAMTEN SEELSORGEBEREICHS DREIFALTIGKEIT IN SCHWARZENBACH AN DER SAALE

 Vor kurzem kamen die Mitglieder der Kirchenverwaltung und die Pfarrgemeinderäte des gesamten Seelsorgebereichs Dreifaltigkeit in Schwarzenbach an der Saale zu einem gemeinsamen Einkehrtag zusammen. Die Gestaltung übernahmen die Herren Hans Josef Aschemann und Josef Gründel, die bereits mehrere Veranstaltungen im Seelsorgebereich geleitet haben. Zu Beginn begrüßte die Schwarzenbacher PGR-Vorsitzende Heidi Hornig die Anwesenden. Im Anschluss stellte sich der neue Oberkotzauer PGR-Vorsitzende Matthias Kugler vor und sprach ein Gebet. Zum besseren Kennenlernen machten sich die Teilnehmer zu einem lockeren Spaziergang im Gemeinderaum auf und auf ein Zeichen bildeten sich Paare zu einem Plausch. Danach setzten sich die Teilnehmer im Halbkreis um die Symbole Bibel, Dreifaltigkeitskerze und eine Christus-Ikone und Herr Gründel gab den Ablauf des Nachmittags bekannt. Verschiedene Gruppen wurden gebildet und arbeiteten das Thema „wie kann ich als Christ (Kirche) vor Ort den Auftrag Christi leben“ aus. Danach trugen die Sprecher der einzelnen Gruppen die Ergebnisse vor und die Zettel wurden rund um die Symbole gelegt. Nach der Kaffeepause mit leckeren selbstgebackenen Kuchen und Torten wurde der Nachmittag fortgesetzt. Zum Thema „wo zeigt sich Kontakt in unserer Gemeinde – was will/werde ich dafür tun“ wurden wieder neue Gruppen gebildet. Folgende Punkte wurden ausgearbeitet: Nächstenliebe, Toleranz, Volk Gottes (Taufwürde), Blick nach außen, Liturgie-Gottesdienst, Spiritualität. Die Ergebnisse wurden wieder vorgetragen und um den Kreis gelegt. Im Anschluss berichteten Astrid Schubert über das Projekt 2035 Dekanat Hof und Pfarrer Dieter Jung über die Situation im geplanten neuen Seelsorgebereich Dekanat Hof. Als letzter Punkt wurde das Sonntagsevangelium in verschiedenen Gruppen besprochen. Den Abschluss des sehr gelungenen und segensreichen Einkehrtags bildete die Sonntags-Vorabendmesse in der St. Franziskus-Kirche.

Die Räte stellten sich zu einem Erinnerungsfoto im Gemeindezentrum von St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale.

BENEFIZKONZERT FÜR DIE RENOVIERTE ORGEL IN ST. FRANZISKUS

Vor kurzen fand in der Pfarrkirche St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale ein Benefizkonzert anlässlich der Orgelrenovierung statt. Begrüßt wurden die Gäste von Pfarradministrator Dieter G. Jung. Jung wünschte allen Anwesenden viel Freude bei den folgenden Orgelklängen.  An der Eisenbarth-Orgel spielte und musizierte der studierte Kirchenmusiker und Kulturpreisträger der Stadt Bayreuth, Regionalkantor Christoph Krückl. Der Kirchenmusiker brachte Werke von Dietrich Buxtehude, Alexandre Pierre Francoise Boel, Jean-Adam Guilain, Theodore Salome, Josef Gabriel Rheinberger und von Johann Sebastian Bach die Choralbearbeitung zum Jahreswechsel aus dem „Orgelbüchlein“- „Das alte Jahr vergangen ist“ zu Gehör. Krückl stellte den Anwesenden jeweils  die einzelnen Musikstücke vor und gab den Gästen interessante Informationen dazu. Am Ende des Benefizkonzertes fand Kirchenpfleger Hugo Philipp dankende Worte: „Vergelt‘s Gott allen Spenderinnen und Spendern, die uns bei der Sanierung unserer Orgel unterstützt haben, und allen, die heute anlässlich des Benefizkonzertes spenden und den Weg in die Franziskuskirche gefunden haben“. Philipp wies weiter darauf hin: „Wir haben am 22.Mai 2018 begonnen und waren beim Pfarrfest 2018 mit der Sanierung fertig. Also gute 2 Monate Arbeit durch die Fa. Hörl aus Helmbrechts der ich auch meinen herzlichen Dank aussprechen will“. Auch Pfarrer Jung schloss sich den Dankesworten an und nach dem er und der Kirchenpfleger dem Kirchenmusiker eine kleine Aufmerksamkeit überreicht hatten bemerkte er noch „Es ist schon enorm welche Vielfalt an Töne  jetzt nach der Renovierung  die Eisenbarth Orgel hervorbringt“. Im Anschluss richtete Hugo Philipp an die Anwesenden die Einladung: „Im Nachgang zu unserem Konzert bitte ich Sie noch im Foyer unserer Kirche zu verbleiben und mit einem Glas Sekt die „Königin der Musikinstrumente“ zu begießen und auf den Sanierungserfolg anzustoßen“.

Foto: Fuchs

„Es ist schon enorm welche Vielfalt an Töne  jetzt nach der Renovierung  die Eisenbarth Orgel hervorbringt“. Bei dem Benefizkonzert für die renovierte Orgel in St. Franziskus konnte Kirchenpfleger Hugo Philipp diese freudige Feststellung mit weiteren Gästen in der St. Franziskus teilen.

PFLEGEBEDÜRFTIG – WAS DANN?

Das erste Treffen des Seniorenclubs St. Franziskus im neuen Jahr begann mit einem interessanten Vortrag  von Günter Konopka. Davor wurden  die Senioren mit Kaffee und schmackhaften Wurst- und Käsebroten von den Helfern bedient. Das Thema des Referates von Konopka war „Pflegebedürftig – Was dann“ – ein Thema, dass bei den Senioren mit viel Interesse verfolgt wurde. Begrüßt wurden die Anwesenden im Gemeinderaum der St. Franziskuskirche von Pfarradministrator  Dieter Jung. Konopka begann seinen Vortrag mit der Feststellung: Die Menschen werden immer älter und der Pflegeaufwand wird weiter steigen, wobei der Wunsch des Menschen in den eigenen vier Wänden zu bleiben immer vorrangig sein sollte. Doch die Pflegezeit in der Familie ist in den meisten Fällen begrenzt. Hier stellen sich wichtige Fragen: Wie kann Pflege zu Hause gelingen? Welche Unterstützung gibt es und sind Pflegekräfte aus dem Ausland eine Option und wann ist ein Pflegeheim die bessere Lösung? Und hier stellt sich oft das Problem mit dem Altwerden. Hier wird unterschieden zwischen kalendarisches und biologisches Alter und man hört oft von den bejahrten Personen: Im Alter geht manches nicht mehr so schnell, die Schmerzen nehmen immer mehr zu und ich werde so vergesslich, aber deshalb bin ich doch nicht pflegebedürftig, oder? Und dann stellt sich die Frage: Wann ist ein älterer Mensch pflegebedürftig? Ein Gutachter des medizinischen Dienstes macht sich ein Bild von der Selbstständigkeit und den Fähigkeiten des in die Jahre gekommenen Menschen.  Der Verlust der Selbstständigkeit kann verschiedene Ursachen haben: Körperliche Einschränkungen z.B. durch einen Unfall, durch Krankheit oder mit zunehmenden Alter. Geistige Einschränkungen z.B. durch eine Demenzerkrankung oder einem Hirntumor. In seinem Referat ging Konopka auch auf die Tagespflege ein und bewertete diese als eine sinnvolle Ergänzung zur ambulanten Versorgung. Als positive Aspekte einer Tagespflege sind anzusehen: Entlastung der pflegenden Angehörigen, wirkt der Vereinsamung entgegen, keine Kürzung der ambulanten Leistungen sind zu befürchten da es sich um einen extra Topf der Pflegekasse handelt und eine „Gewöhnung“ an ein Leben in einer stationären Pflegeinrichtung ermöglicht. Für den Fall eines Vollstationären Aufenthaltes gab Konopka folgende Ratschläge: Erst wenn es zu Hause gar nicht mehr geht oder eine Überbelastung der pflegenden Angehörigen, vor allem nachts, zu befürchten ist sollten sich die Betroffenen einem Pflegenavigator der Krankenkassen bedienen der auf der Suche nach einer geeigneten Einrichtung behilflich ist. Dabei ist es auch ratsam unangemeldet eine Einrichtung zu besuchen. Der Referent ging auch informativ auf die Pflegesätze der jeweiligen Einrichtungen ein und geschickt verstand es Konopka anwesende Personen mit in sein Referat einzubeziehen. Am Ende seiner Ausführungen bekam Konopka von Ruth Gorzel, Angehörige des Helferteams des Seniorenclubs St. Franziskus, eine kleine Aufmerksamkeit. Nach dem gehörten, sehr aufklärenden und unterhaltsamen Referat beendete ein Seniorengottesdienst in der St. Franziskuskirche den Nachmittag.

Foto: Norbert Fuchs

Informativ und mit viel Leidenschaft gestaltete Günter Konopka sein Referat vor dem Seniorenclub St. Franziskus mit dem Thema: „Pflegebedürftig – Was dann?“               

ST. FRANZISKUS FEIERT PFARRFASCHING

Zu einem Pfarrfasching für Jung und Alt lädt die kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale am Samstag, den 02. Februar 2019 ab 19.30 Uhr, in den Gemeinderaum der St. Franziskuskirche ein. Wie bereits in den vergangenen Jahren wäre es prima, wenn jeder Teilnehmer einen kulinarischen Leckerbissen zu einem so entstehenden Buffet beisteuern könnte. Mitgebrachte diverse Salate, Käse- und Wurstplatten, Würstchen, Brötchen, Brot, Weißbrotstangen oder verschiedene Obstsorten als auch leckere Nachspeisen garantierten bereits in den Vorjahren eine gelungene Faschingsfeier. Es gibt Gelegenheit für einen flotten Tanz, eine lustige Büttenrede, ein interessantes Quiz und verschiedene Spiele werden für eine gelungene Faschingsfeier in St. Franziskus sorgen. Jeder, ob Paare oder Single, ist eingeladen mitzumachen. Weiterhin gibt es Musik aus den 60igern bis heute und wenn jeder Gast eine gehörige Portion gute Laune und Frohsinn mitbringt, steht einem lustigen Pfarrfasching nichts mehr im Wege.

STÄRK’ ANTRINKEN MIT WEIßWURSTESSEN IN ST. FRANZISKUS UND BESUCH DER STERNSINGER

Im Anschluss an die Heilige Messe am Sonntag, den 6. Januar 2019 (Heilige Drei Könige) waren, wie im Vorjahr, alle Freunde eines gepflegten Frühschoppens zum traditionellen „Stärk’ antrinken“ in den Gemeinderaum der St. Franziskuskirche eingeladen. Niemand weiß, was das neue Jahr mit sich bringt. Es ist deshalb Brauch, sich gegen alle möglichen Widrigkeiten zu wappnen. Dazu trinkt man sich im Kreise von Familie oder Freunden Kraft und Gesundheit – die Stärk’– an. Als kleinen Imbiss konnten die Gäste Weißwürste, Laugenbrezeln, Bier oder Weißbier genießen. Auch eine Gruppe Sternsinger stattete den Anwesenden einen Besuch ab. Die Sternsinger sangen das Sternsingerlied, gingen anschließend mit der Sammelbüchse von Tisch zu Tisch und baten die Gäste um eine großherzige Spende für das Anliegen der diesjährigen Sternsingeraktion.     

Foto: Norbert Fuchs

Eine alte Tradition wird auch in der kath. Gemeinde St. Franziskus gepflegt: Das „Stärk’ antrinken“ am Feiertag „Erscheinung des Herrn“ (Heilige Drei Könige). Auch eine Gruppe Sternsinger kam zu Besuch.

SUCHE FRIEDEN UND JAGE IHM NACH!

Ökumenischer Gottesdienst zu Neujahr 2019

Traditionell haben die beiden großen christlichen Kirchen in Schwarzenbach an der Saale, die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, am Neujahrstag zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Begrüßt wurden die Gläubigen in der gut besuchten St. Franziskus-Kirche vom katholischen Pfarradministrator Dieter G. Jung und seiner evangelischen Amtskollegin Pfarrerin Johanna Lunk. Die Predigt wurde von den beiden Geistlichen wie gewohnt als Zwiegespräch vorgetragen. Inhalt dieser Predigt war die Jahreslosung 2019 mit deren Inhalt: „Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34,15.

Johanna Lunk und Dieter Jung versuchten die Jahreslosung 2019 den Gottesdienstbesuchern näher zu bringen. Hilfreich war dabei den Beiden ein Anspiel von Mitgliedern des ökumenischen Vorbereitungsteams, in dem eine Mitspielerin mit einer Laterne dunkle Winkel ausleuchtete und auf die Frage was sie denn suche kam die Antwort: „Den Frieden, ich suche den Frieden“. Der Fragensteller stieß des Weiteren auf eine Frau welche mit einer Lupe ebenfalls auf der Suche nach dem Frieden war und etwas weiter begegnete er einer Armbrustschützin, der der Fragensteller die gleiche Frage stellte und von ihr die Antwort erhielt: “Ich jage dem Frieden nach“. Hier nun Auszüge aus dem Zwiegespräch der beiden Geistlichen.

Dieter Jung: „Als die Schützin vorhin die Armbrust ausgepackt hat, um den Frieden zu jagen, hat mir das schon zu denken gegeben.
Johanna Lunk: „Ja, da ist mir auch wieder deutlich geworden, wie sehr mich das Wort jagen in der neuen Jahreslosung irritiert. „Suche Frieden und jage ihm nach.“
DJ: „ Stellen wir uns doch für einen Moment mal vor, die Armbrustschützin hätte den Frieden tatsächlich gejagt und mit der Armbrust zur Strecke gebracht, dann hätte sie den Vogel abgeschossen und der Friede wäre jetzt erledigt … tot … dann hätte niemand mehr etwas von ihm“.
JL: „Komische Vorstellung … den Frieden erledigen und ihn wie so eine Jagd-Trophäe – wie so ein Hirschgeweih – an eine Wand hängen.
DJ: „Klar, das wäre in der Tat eigenartig. Doch ich glaube dieses Bild kann uns in seiner ganzen Absurdität helfen zu verstehen, wie das mit dem Jagen wirklich gemeint ist“.
JL: „Die Vorstellung, dass der Frieden wie ein Hirschgeweih an der Wand hängt?!?“
DJ: „Ja, weil eben genau das nicht geht! Wir dürfen uns eben gerade nicht einbilden, dass wir den Frieden ein für alle Mal einfangen könnten und ihn dann für immer besitzen. Wenn wir wirklich im Frieden leben wollen, dann müssen wir uns immer wieder neu um ihn bemühen“.
JL: „… und dürfen uns eben gerade nicht einreden, dass wir den Frieden – wie so eine Trophäe – gesichert haben, nur weil es in unserem Land seit 70 Jahren keinen Krieg mehr gegeben hat“.
DJ: „Ja genau: Frieden ist so viel mehr als die Abwesenheit von Krieg“.
JL: „Und ich habe den Eindruck, dass uns das in der letzten Zeit gerade auch hier in unserem Land wieder ganz klar aufgezeigt wird. Da gibt es einen Haufen Menschen, die unzufrieden sind; die sich ungerecht behandelt fühlen oder gar nicht beachtet. Und diese Unzufriedenheit ist bei manchen schon in Hass umgeschlagen. Wenn diesen Menschen weiterhin gesagt wird: „Was wollt ihr denn, Euch geht‘s doch gut …“ – dann wird das den Hass nur noch verstärken“.  
DJ: „Und genau das ist ein gutes Beispiel dafür, warum um den Frieden immer wieder gerungen werden muss. Es ist wichtig, mit diesen Menschen gemeinsam im Dialog nach den Gründen ihrer Unzufriedenheit zu suchen und dort, wo Dinge tatsächlich ungerecht sind, gegenzusteuern“.
JL: „Und das ganze müsste auf Augenhöhe geschehen und nicht von oben herab …“
DJ: „Und trotzdem wird es schwierig bleiben, denn jeder und jede hat auch so seine ganz eigene Vorstellung vom Frieden … da einen gemeinsamen Nenner zu finden…“
JL: „… ist in jedem Fall schwierig. Da stimm ich Dir zu! Aber der Frieden war schon immer schwieriger als der Krieg. Draufhauen und Zerstören ist einfach. Den Gegner platt machen. Sich dagegen an einen Tisch zu setzen und sich anzunähern, wo einen doch Welten trennen … Vor allem, wenn sich bislang verfeindete Gruppen annähern, prallen oft Welten aufeinander.“

So auszugsweise die Predigt von Pfarrerin Johanna Lunk und Pfarradministrator Dieter G. Jung,  in der beide die Bedeutung des Friedens zum Ausdruck brachten. Musikalisch begleitet wurde dieser Neujahrsgottesdienst von der Band „Be4you“ die wieder mit ihrer modernen Kirchenmusik und ansprechendem Gesang die Gottesdienstbesucher erfreute.

Foto: Fuchs


Begrüßten die Gläubigen in der gut besuchten St. Franziskus-Kirche: Der katholische Pfarradministrator Dieter G. Jung (rechts) und seine evangelische Amtskollegin Pfarrerin Johanna Lunk zu einem Ökumenischer Gottesdienst zu Neujahr 2019 der beiden großen christlichen Gemeinden in Schwarzenbach an der Saale, der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus und der evangelischen Gemeinde St. Gumbertus.

SCHWARZENBACHER STERNSINGER ERSINGEN RUND 12 500 EURO FÜR VERSCHIEDENE HILFSPROJEKTE

Aufgeteilt in mehreren Gruppen zogen Kinder und Jugendliche, verkleidet als Königinnen und Könige, mit ihren erwachsenen Begleitern an zwei Tagen durch die Straßen von Schwarzenbach und den eingemeindeten Ortsteilen. In Liedern und Sprüchen erzählten sie von der Geburt Jesu und auf Wunsch schrieben sie mit Kreide oder mit Aufklebern den alten Segenswunsch 20*C+M+B*19 an die Türen der Häuser. Dieser Segenswunsch heißt: Christus Mansionem Benedikat – Christus segne diese Wohnung. Die Sternsinger-Aktion 2019 stand in diesem Jahr unter dem Motto: „“Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“.  Auch in diesem Jahr prägte der ökumenische Gedanke die Sternsingeraktion der kath. Gemeinde St. Franziskus. Von den vielen Sternsingern kamen viele Buben und Mädels aus der evangelischen Kirchengemeinde. Auf ihrem Weg wurden die einzelnen Sternsingergruppen in zahlreichen Familien zum Mittagessen, Kaffeetrinken oder einfach nur zum Ausruhen oder Aufwärmen eingeladen. Weiterhin waren viele fleißige Helfer tätig, die im Hintergrund für ein gutes Gelingen der Aktion  sorgten. An den Abenden trafen sich dann alle Gruppen zu einem gemeinsamen Abendessen im Gemeinderaum der St. Franziskuskirche. Bis alle Teilnehmer eingetroffen waren, wurden an den einzelnen Tischen lebhaft Erlebnisse des vergangenen Tages ausgetauscht. Nach dem gemeinsamen Abendessen am zweiten Tag stand auch das vorläufige Sammelergebnis fest: Rund 12 500  Euro, davon kamen 500 Euro vom Schwarzenbacher Kleiderbasar, der sich jedes Jahr an wohltätigen Aktionen beteiligt.

Bevor die Mädchen und Buben ihren Heimweg antraten, bedankte sich Hermann Knoblich als Mitinitiator der Sternsinger Aktion bei den Jugendlichen. „Vielen Dank für euer Mittun und Mitsammeln. Wenn auch eure Wege oft weit und erschwerlich waren, ohne euch wäre diese Sternsingeraktion in Schwarzenbach gar nicht möglich gewesen. Vielen Dank auch an alle erwachsenen Begleiter, danke an alle Gastfamilien, danke an alle, die in irgendeiner Weise zum guten Gelingen der Schwarzenbacher Sternsinger-Aktion beigetragen haben“. Am Ende der Aktion teilte Knoblich noch wichtige Daten mit:  „Es waren 46 Sternsinger und rund 25 Betreuer und Leute, die sich um Essen, Kleider etc. gekümmert haben. Am ersten Tag waren es 13 Gruppen, am 2. Tag 12 Gruppen. Es waren erfreulicherweise viele dabei, die das erste Mal mitgegangen sind. Wir bitten um Verständnis dass wir nicht alle Häuser besuchen konnten. Spenden können aber auch nach der Aktion im Pfarrbüro abgegeben werden, dort kann man sich auch noch einen Aufkleber mit dem Schriftzug 20*C+M+B*19 abholen“.

Zum Schluss bekamen alle Sternsinger traditionsgemäß die aufgeteilten Süßigkeiten, die sie von den besuchten Bewohnern erhielten. Und ebenfalls nach alter Tradition teilten alle Kinder ihre Naschereien mit bedürftigen Kinderheimbewohnern in Karlsbad. In Kürze wird sich wieder eine Delegation der Schwarzenbacher Gemeinde Sankt Franziskus auf den Weg nach Karlsbad machen und die Leckereien, Kleidung und andere Spenden überbringen. Am Ende der diesjährigen Aktion, an der sich auch in diesem Jahr bundesweit viele Jugendliche beteiligten, waren sich viele Sternsinger einig: „Nächstes Jahr machen wir wieder mit“.

Foto: Hermann Knoblich

Die Aussendungsfeier der Sternsingerschar in der Kath. St. Franziskuskirche übernahmen  der evangelische Pfarrer Daniel Lunk und die katholische Gemeindereferentin für den Seelsorgebereich Dreifaltigkeit Barbara Riedel.