DREIKÖNIGSTAG IN ST. FRANZISKUS

Festgottesdienst am 6. Januar 2022, dem Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ mit den Sternsingern in St. Franziskus

„Gesundheit ist ein Kinderrecht und das sollte für alle Kinder in der Welt gelten!“

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind!“ Dieses vertraute Weihnachtslied (GL 261) erklang während des Einzugs der Sternsinger, eines Ministranten und Pfarrer Dieter Jung. „Wie schön, dass Sie dem Stern gefolgt sind“, begrüßte Pfarrer Jung die Gemeinde. Sodann erteilten die Sternsinger eine Katechese über die Geschenke, die dem Jesuskind gebracht wurden – Gold, Weihrauch und Myrrhe – und frischten dadurch so manches vergessene Glaubenswissen wieder auf. Der erste Sternsinger zeigte Gold, das ein überaus kostbares Edelmetall ist. Nur Könige durften sich damals mit Gold schmücken. Es galt als Herrschersymbol. Kronen wurden deshalb meist aus Gold gearbeitet. Pfarrer Jung wies darauf hin, dass jede/r von uns ein Köngskind ist, als Person einzigartig und auch etwas ganz Besonderes. Über Weihrauch informierte der zweite Sternsinger. Körner des kostbaren Harzes des Weihrauchbaumes werden auf glühende Kohlen gelegt und verbreiten einen sehr aromatischen Duft, einen Duft, der Himmel und Erde, Gott und Menschen verbindet, einen Duft, den viele Menschen lieben und der Ausdruck der Liebe Gottes zu den Menschen sei. Christen sollen den „guten Duft“ der Menschenfreundlichkeit Gottes in der Welt verbreiten und diese „dufte“ Botschaft in die Welt bringen. Der dritte Sternsinger berichtete über Myrrhe, eine pflanzliche Substanz, die bei uns weniger bekannt sein dürfte. Myrrhe dient seit dem Altertum als Heilmittel. Es schütze die Haut und die Atemwege und spanne so den Bogen zum Thema der diesjährigen Sternsinger-Aktion „Gesund werden – gesund bleiben“. Gesundheit ist ein Kinderrecht und das sollte für alle Kinder und für alle Menschen dieser Welt gelten. Sternsinger sammeln Geld für Kinderprojekte, die dieses Anliegen unterstützen.

In der Predigt nahm Pfarrer Jung das Evangelium in den Blick. Die Sterndeuter zur Zeit Jesu suchten einen besonderen Stern, ein Zeichen am Himmel, das auf einen neuen König hinweist. Er fragte, woran wir unser Leben ausrichten? Bin ich ein Zeichen für andere? Wir finden „den Stern“ in der Krippe. „A Star is born“, heißt es in einem berühmten Musikfilm, ein neuer Stern geht strahlend auf: Jesus Christus. In der Krippe finden die Sterndeuter das, was sie suchen und zwar in einem ärmlichen Stall. Deren Gaben, so der Geistliche weiter, seien eigentlich unpassend für die arme Familie von Jesus; dieser würden eher Brot; Milch oder ein wärmendes Fell nützen. Die Gaben der Weisen scheinen fehl am Platz. Sie verweisen auf einen König, auf Gott, einen Heiland und Arzt. Das Motto der Sternsinger-Aktion bekomme so eine neue Tiefe und Sinn. Jung berichtete über seine Erfahrungen, die er während seines Senegalaufenthaltes gemacht hatte. In diesem Land ist das Gesundheitssystem marode und aus Armut nicht finanzierbar. Die Krankenstationen seien nur sehr dürftig ausgestattet. Kirchliche Einrichtungen sorgen oft für kostenlose Behandlungen sowie für nötige Krankentransporte. Das Gold des Königs aus dem Evangelium, stehe für Geld, das den Armen hilft und sicherlich auch der hl. Familie auf der Flucht nach Ägypten geholfen hat. So sichern auch unsere Spenden eine medizinische Grundversorgung für arme Menschen. Der Weihrauch durchdringt die Häuser mit seinem Duft. Er bezeugt die frohe Botschaft der Menschenfreundlichkeit Gottes sowie unserer Mitmenschlichkeit und Solidarität. Das Anwenden von Weihrauch darf nicht als Selbstbeweihräucherung verstanden werden, vielmehr als Segenshandlung:  C + M + B schreiben die Sternsinger mit Kreide an die Türen der Menschen, d.h. lat. Christus mansionem benedicat und ins Deutsche übersetzt Gott segne dieses Haus. Der alte Arzneistoff Myrrhe diene der Gesundheit, ebenso wie es moderne Medikamente tun. Pfarrer Jung plädierte in diesem Zusammenhang für eine gerechte Verteilung von Impfstoffen. In den sog. Entwicklungsländern haben oft weniger als 10% der Menschen die erste Impfung gegen Covid erhalten. Unter diesem Aspekt erhalte das Motto „Gesund werden – gesund bleiben“ eine besondere Aktualität.

Zum Schluss der Hl. Messe segnete Pfarrer Jung den Weihrauch, das Weihwasser, die Kreide und die Segensaufkleber für die Türen. Caspar, Melchior und Balthasar konnten in Schwarzenbach nicht wie gewohnt von Haustür zu Haustür ziehen. Stattdessen wurden vom Sternsinger-Team Briefe und Aufkleber an die Schwarzenbacher verteilt. Spenden können überwiesen oder im Pfarrbüro abgegeben werden. Sie kommen der Sternsinger-Aktion und damit bedürftigen Kindern in aller Welt zugute. Pfarrer Jung bedankte sich bei allen Akteuren des Sternsinger-Teams die auch in diesem Jahr wieder einen überragenden Einsatz gezeigt haben.

 

Spendenkonto:

Katholische Kirchenstiftung

Sparkasse Hochfranken

Stichwort „Sternsingen“

IBAN:DE85 7805 0000 0240 001602