TAGESFAHRT NACH MICHELAU UND EBENSFELD IN DIE HEIMAT VON PFARRER JUNG

Am 25.09.2019 bieten die Senioren im Seelsorgebereich Dreifaltigkeit eine Tagesfahrt nach Michelau mit Besuch des Korbmuseums und Ebensfeld an. Die Abfahrt erfolgt in Schwarzenbach um 9.30 Uhr, in Rehau um 9.45 Uhr und in Oberkotzau um 10.00 Uhr. Wer mitfahren will, möchte sich bitte in den jeweiligen Pfarreien anmelden bzw. in die aushängenden Listen eintragen. Herzliche Einladung ergeht an alle Gemeindemitglieder.

AUF ALTBEWÄHRTE KRÄFTE ZURÜCKGEGRIFFEN

Der demographische Wandel machte es notwendig. Die katholische Pfarrgemeinde St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale konnte sich viele Jahre rühmen über eine stattliche Schar an  Ministranten und Ministrantinnen zu verfügen. Aber der Demographische Wandel machte auch vor der kath. Schwarzenbacher Gemeinde St. Franziskus nicht halt. Waren es zu guten Zeiten nicht selten 25 bis 30 Ministranten verschiedenen Alters die den Pfarrer bei der Durchführung von Gottesdiensten und anderen kirchlichen Anlässen hilfreich zur Seite standen. Nun hat sich die Situation in der Gemeinde St. Franziskus durch den Beginn einer Lehrzeit oder der Aufnahme eines Studiums in anderen Städten oder gar in fernen Ländern der jungen Menschen drastisch geändert. Um die Situation zu entschärfen erklärten sich nun mehrere Pfarrangehörige, die in ihrer Jugendzeit bereits den Dienst am Altar in der alten kath. Christ-König Kirche versahen, hier tätig zu werden und ihren Pfarrer tatkräftig zu unterstützen.   Die vor Jahren erlernten und ausgeführten Handgriffe gingen den in die Jahre gekommenen Senior-Ministranten gekonnt von der Hand.

Foto: Fuchs

Nach dem Gottesdienst mit Kräuterweihe stellten sich die  Senior-Ministranten zusammen mit Pfarrer Dr. Janusz Podzielny, Urlaubsvertretung, zu einem Erinnerungsfoto. Das Bild zeigt v.r. Gerhard Mank, Hugo Philipp, Pfarrer Dr. Janusz Podzielny und Franz Walther. Auf dem Bild fehlen Roland Marx und Günter Konopka, die beide ebenfalls bei Bedarf ministrieren. 

KATHOLISCHES PFARRFEST – EIN FEST FÜR ALLE

Die katholische Pfarrei St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale lädt vom 27. bis 28. Juli 2019 zum Feiern rings um den Kirchturm ein. Das Programm sieht wie folgt vor: Beginnen werden die Feierlichkeiten am Samstag, den 27. Juli um 19 Uhr, denn da lädt ein Glockenläuten zu einem Open-Air-Gottesdienst auf das Gelände der KiTa St. Klara mit anschließendem geselligen Beisammensein bei Käse, Wärschtla, Wein oder einer frisch gezapften Maß Bier ein. Die musikalische Unterhaltung übernimmt auch in diesem Jahr „Sammy and The Old Boys“ und auch diesmal werden die Jungs das Publikum im Handumdrehen mit ihren mitreisenden Liedern auf den Siedepunkt bringen. Am Sonntag, den 28 Juli um 14 Uhr ruft wieder ein Glockenläuten zum Pfarrfest. Nach einer Begrüßung und einem kurzen spirituellen Impuls findet das Pfarrfest bei Kaffee, Kuchen, Steaks, Bratwüsten u.v.m, sowie ab 15.30 Uhr mit zünftiger, Fränkischer Blasmusik, natürlich ohne Verstärkertechnik, von den Haislamusikanten der Blaskapelle des Fichtelgebirgs – Vereins unter der Leitung des gebürtigen Schwarzenbacher Manfred Völk auf dem Gelände der KiTa seine Fortsetzung. Gleichzeitig findet ein buntes Kinderprogramm statt. Um 20 Uhr wird ein Glockenläuten vom Kirchturm herüber das Pfarrfestende bekannt geben. Herzliche Einladung ergeht an Alle, denn das Katholische Pfarrfest in Schwarzenbach ist ein Fest für Alle.

DER JAKOBSWEG

Bei dem letzten Treffen des Seniorenclubs St. Franziskus stellte Pfarrer i.R. Hans Schinhammer nach einem gemütlichen Kaffeetrinken den Nachmittag unter das Motto „Der Jakobsweg“. In seinem Referat versuchte der Geistliche den Senioren und Seniorinnen den berühmten Pilgerweg näher zu bringen. Schinhammer, der schon mehrmals auf diesen Weg auf Pilgerschaft war konnte den  Anwesenden viele wahre und kuriose Geschichten erzählen. So bezeichnete Schinhammer den Pilgerweg als Weg der Entschleunigung den man zwar begehen kann nicht aber muss und auch die Geschwindigkeit mit der man die Wegstrecke zurücklegen möchte ist jedem frei überlassen. „Hier wird keiner gedrängt oder angeschoben  und unter den vielen Pilgern, die auf diesem Weg unterwegs sind, gibt es kein was oder wer bin ich und jeder sagt Du zu seinem Gegenüber. Hier begegnet man seinem Nächsten nicht als Fremder sondern Freund.  Und ist das Getümmel auch manchmal ziemlich groß, die Einheimischen nehmen die Situation ruhig und als gegeben hin denn es gilt: Pilger sind immer willkommen! Und noch etwas ist erwähnenswert. Ein ungeschriebenes Gesetz auf dem Jakobsweg lautet: Jeder hilft Jeden! Und wenn ich doch einmal nicht mehr kann und physisch an meine Grenzen stoße, kann ich mir aus meinem Rucksack eine  Scheibe Brot und Wurst nehmen und mich kurz stärken. Meine Gruppe, die mit mir unterwegs ist, wird auf mich warten, Ganz sicher. “Schinhammer zeigte auf einer großen Leinwand auch Kirchen und Gebäude die auf dem Pilgerweg zum Rasten und Schlafen zur Verfügung stehen. Wer einmal die Gelassenheit und die innere Einkehr der Menschen auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela erleben durfte, kehrt immer wieder gerne zurück. Walburga Arnold vom Leitungsteam überreichte Schinhammer eine kleine Aufmerksamkeit und bedankte sich bei dem Referenten für die Zeit die er für den Seniorenclub aufbrachte. Die Abschlussandacht in der St. Franziskuskirche wurde von Franz Walther gekonnt und verständlich durchgeführt, danach gingen die Senioren nach Hause.   Ein sehr interessanter und unterhaltsamer Vortrag ging zu Ende und das nächste Treffen des Seniorenclubs wird erst im September stattfinden. Der Monat August gilt auch für den Seniorenclub als Urlaubsmonat.


Pfarrer i.R. Hans Schinhammer nahm als exzellenter Kenner des Jakobsweges die Seniorinnen und Senioren mit auf den Weg des bekannten Pilgerweges.  

Foto: Walburga Arnold

KINDHEITSERINNERUNGEN

Das letzte Treffen des Seniorenclubs St. Franziskus der gleichnamigen Pfarrgemeinde in Schwarzenbach an der Saale stand unter dem Motto „Kindheitserinnerungen“. Bei Kaffee und Kuchen wurden die Gäste von Ruth Gorzel und Franz Walther vom Leitungsteam des  Seniorenclubs auf das herzlichste begrüßt. Zunächst wurden von Ruth Gorzel auf einer großen Landkarte die Herkunftsorte der Anwesenden mit farbigen Aufklebern gekennzeichnet. Die einzelnen Personen sind in der Pfarrgemeinde zwar persönlich gut bekannt und werden bei vielen als gute Freunde geschätzt, ihre nähere Herkunft war aber den meisten Anwesenden nicht bekannt.  Durch die Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg fanden viele Aufkleber in den östlichen Gebieten ihren Platz. So stammten viele  Anwesende  aus Schlesien oder Ostpreußen aber auch Zugereiste aus anderen Bundesländern waren unter den Anwesenden und alle erzählten Erinnerungen an ihre Kind- und Schulzeit, die nicht immer leicht war. Im weiteren Verlauf des Nachmittags spielte Gorzel berühmte Schlager vor von denen die Anwesenden entweder  den Text oder Interpreten erkennen mussten, was für die meisten kein  Problem war. Und auch bei der Frage, welche Filme das Interesse der Senioren in den früheren Jahren beherrschten, war die Antwort weit gestreut. Bonanza, Fury, Flipper und andere waren bei den Senioren damals sehr beliebt. Ebenso die Frage nach deren Lieblingsbuch war von den Anwesenden schnell beantwortet. Seinen Abschluss fand dieser interessante und unterhaltsame Nachmittag mit dem obligatorischen Schlusslied der Senioren und einem Seniorengottesdienst mit Pfarradministrator Dieter G. Jung.

Von Ruth Gorzel sind auf einer großen Landkarte die Herkunftsorte der Anwesenden mit farbigen Aufklebern gekennzeichnet worden.

STERNSINGERAUSFLUG 2019

Vor kurzen unternahmen 18 Jugendliche mit ihren 5 Betreuern aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus von Schwarzenbach an der Saale einen Sternsingerausflug. Am Vormittag stand eine Waldrally am Bärenpfad am Fuße des Waldsteins im Münchberger Stadtwald auf dem Programm. Dort erkundeten die jungen Teilnehmer den Wald, sammelten verschiedene Blätter und Früchte und erfuhren viel Interessantes über den Wald. So lernten sie zum Beispiel warum Todholz wichtig ist, wie man eine Fichte von einer Tanne unterscheidet oder welche Gesteine es bei uns gibt.  Nachmittags unternahm die Gruppe einen Besuch im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz. Dort erwartete sie bereits der Museumsleiter Bertram Popp der mit den Gästen aus Schwarzenbach eine Führung durch die geschichtsträchtige Einrichtung unternahm. Im Anschluss an die Führung machte ein Teil der Gruppe Butter, der andere Teil widmete sich dem Thema Flachs. Der Weg von der Milch zur Butter war früher im eigenen Haus üblich und das Missgeschick, wenn beim Sahneschlagen saure Klumpen entstanden, musste damals so mancher Zeitgenosse erleben. Die Jugendlichen konnten Rahm in kleinen Behältern zu geschmackvoller Butter verarbeiten. Natürlich musste das Ergebnis am Ende mit frischem Brot gekostet werden.  Vom Leinsamen zur Textilfaser war das Thema der anderen Gruppe. Die wissensdurstigen Jugendlichen untersuchten Leinsamen und das Flachsbeet im Museumsgarten. Dann verarbeiteten sie geröstete Flachsstengel im Brechhaus zur Faser, aus der ein kleiner Zopf gedreht werden konnte. Im Dietelhof lernten die Kinder dann die Produkte aus der Flachsfaser, deren Pflanze blau blüht, kennen. Der Ausflug, der bei den Jugendlichen auch in diesem Jahr gut ankam, war eine Belohnung für die fleißigen Sternsinger, die Anfang Januar zwei Tage lang durch die Straßen gezogen waren und Geld für arme Kinder, denen es nicht so gut geht, gesammelt hatten. Wer beim nächsten Sternsingen am 3. und 5. Januar 2020 mitmachen möchte, sollte sich diese Termine im Kalender markieren. Wie Hermann Knoblich, Mitinitiator der Sternsingeraktion in Schwarzenbach an der Saale betont, werden Neulinge gerne aufgenommen.

Viel Interessantes und Wissenswertes erfuhren die 18 Jugendlichen beim diesjährigen Sternsingerausflug…
…und vom Museumsleiter Bertram Popp im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz.

CHRISTI HIMMELFAHRT-GOTTESDIENST AUF DEM KORNBERG

Wie schon in den Vorjahren fand auf dem 827 Meter hochgelegenen Kornberg, südlich von Schwarzenbach an der Saale bei der Schönburgwarte, ein feierlicher Christi Himmelfahrt-Gottesdienst statt. Bei strahlendem Sonnenschein und einem weiß blauen Himmel besuchten viele Christen aus dem Seelsorgebereich Dreifaltigkeit den von Pfarradministrator Dieter Jung zelebrierten
Gottesdienst. Jung ging in seiner Predigt auf den Feiertag „Christi Himmelfahrt“ ein. Der Geistliche gab zu verstehen: „Mit einer Kompassnadel kann man den Norden bestimmen. Dadurch weiß man , wo  sich der Süden, der Osten und der Westen befindet. Hier vom Kornberg aus gesehen liegt zum Beispiel München im Süden und Berlin im Norden. Die Kenntnis der 4 Himmelsrichtungen Osten, Süden, Westen und Norden ist  wichtig, um meinen eigenen Standpunkt zu bestimmen.  Aber es gibt noch eine fünfte Himmelsrichtung die entscheidend ist für meinen Standpunkt im Leben und Glauben: Es ist die Himmelsrichtung oben.  Diese Richtung ist nach oben gerichtet und macht uns nach oben offen. Das feiern wir heute an Christi Himmelfahrt, diese Ausrichtung zu Gott. Nach der Hl. Schrift blieb Jesus nicht im Tod und Grab, sondern wurde ganz nach oben ausgerichtet in die Nähe Gottes. Vatertag bedeutet hier: Jesus kehrt zu seinem Vater  zurück, in den Himmel, in die Nähe Gottes zurück bleiben die Jüngerinnen und Jünger. Diese haben auf dreifache Weise reagiert:  Sie starrten in den Himmel und bedauerten den Verlust. Es wurde ihnen der Hl. Geist als Beistand verheißen und an Pfingsten kam er auf sie herab. Ihre zweite Reaktion war: Die Jüngerinnen und  Jünger fallen auf die Knie. Jesus macht sich klein, um Menschen groß zu machen, sie  auf Gott auszurichten. Und ihre dritte Reaktion: Die Jüngerinnen und Jünger schenken  Jesus Gebete,  Lobpreis und Gottesdienste. Die himmlische Liturgie gibt vertraute  Heimat und ein Stück Himmel auf Erden. Wie ist meine Reaktion? Besteht sie nur aus Bierfesten und Geselligkeit? Unsere Ausrichtung ist eine andere. Sie zielt auf Jesus Christus in die Nähe Gottes und dadurch auch auf die Nöte der Menschen. Als Zeichen unserer Offenheit nach oben beteten wir mit geöffneten Armen das „Vater unser“. Musikalisch umrahmt wurde der  Gottesdienst vom  Katholischen Kirchenchor Kirchenlamitz unter der Leitung von  Christian Peter Rothemund der  den Chor bereits seit vierzig Jahren leitet. Die  Sängerinnen und Sänger brachten beeindruckend und stimmungsvoll die  „Waldlermesse“ zu Gehör, begleitet wurde der Chor von Gerhard Wunderlich mit seiner Zither. Der Fichtelgebirgsverein sorgte mit Wiener, Suppe und köstlichen selbst gebackenen Kuchen und Getränken  für das leibliche Wohl der Gäste.

ERSTKOMMUNION 2019 IN SCHWARZENBACH AN DER SAALE

Zusammen mit Pfarradministrator Dieter G. Jung feierten die sechs Kinder Sofie dos Santos Matias, Lena Leupold, Catarina Santos, Nele Zur, Kacper Bloch und Matyas Frühwirt aus Schwarzenbach an der Saale mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Sankt Franziskus Kirche ihre Erste Heilige Kommunion.

OSTERFRÜHSTÜCK UND JUGENDGOTTESDIENST IN ST. FRANZISKUS

Am Ostersonntagmorgen fand bereits um 5 Uhr eine Osternachtfeier in der kath. St. Franziskuskirche statt. Der Gottesdienst wurde von Pfarradministrator Dieter G. Jung zelebriert. Nach der Gottesdienstfeier trafen sich auch in diesem Jahr wieder viele der Kirchenbesucher zu einem reichhaltigen Osterfrühstück im Gemeinderaum von St. Franziskus. Geplant und ausgeführt wurde das Osterfrühstück von engagierten Pfarrangehörigen die schon am Ostersamstag Vorbereitungen für diese Veranstaltung trafen und auch Jung fand am Ende des Gottesdienstes lobende Worte für alle die sich in irgendeiner Weise für die Durchführung des Gottesdienstes sowie des Osterfrühstücks verantwortlich zeigten. Vor dem Gottesdienst erleuchtete am Eingang des Gotteshauses ein Osterfeuer die sich neigende Nacht. Seit nunmehr 40 Jahren zeigt sich Ulrich Lange verantwortlich für dieses Osterfeuer, das er immer pünktlich entzündete und für ein hell aufleuchtendes Feuer sorgte. Pfarradministrator Jung bedankte sich bei Lange mit einer Aufmerksamkeit für dessen langjährige Bereitschaft für diese Tätigkeit. Am darauffolgenden Ostermontagmorgen wurde der Gottesdienst von der Gemeindejugend und der Kirchenband mit ihrer modernen Kirchenmusik und deren einfühlsamen Gesang gestaltet.  Der etwas andere und außergewöhnliche Gottesdienst wurde plötzlich von einer Gruppe Demonstranten, ausgerüstet mit großen Demo – Schildern gestört und unterbrochen. Mit lauten Rufen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“ blieben die jugendlichen Demonstranten, angelehnt an die bereits bekannten „Freitags-Demonstrationen“, vor dem Altar stehen. Fassungslos und kopfschüttelnd ging Pfarrer Jung auf die Demonstranten zu und sagte „Was wollt ihr denn hier? Was habt ihr hier zu suchen?“. Die Demonstranten gaben lautstark zu verstehen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut! Wir demonstrieren für die Zukunft der Erde. Wir wollen nicht, dass die Erde untergeht und wir mit ihr. Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut. Wir wollen eine Zukunft haben. Wir wollen leben. Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“ Darauf erwiderte der Pfarradministrator Jung „Das ist ja wie bei den „fridays for future“! – wie an den Freitagen, an denen Jugendliche für den Erhalt der Umwelt und die Zukunft der Erde demonstrieren. Und dass, obwohl heute gar kein Freitag ist und Ihr Ferien habt“. Dem stimmten die Demonstranten einstimmig zu „Das stimmt, aber es ist ein Thema, das uns wichtig ist – nicht nur während der Schulzeit. Viele Einflüsse bedrohen unser Leben und unsere Zukunft und ein gutes Leben für alle Menschen: zu viel Müll; keine gerechte Verteilung von Lebensmittel und Ressourcen; Umweltverschmutzung und Profitgier auf Kosten der Umwelt. Da sind wir voll dagegen – und das nicht nur am Freitag, sondern immer; auch heute. Da sind wir voll dagegen – und das nicht nur am Freitag, sondern immer; auch heute“. „Hey, ihr da vorne!“-rief plötzlich und spontan ein junger Gottesdienstbesucher den Demonstranten zu „Gebt nicht auf! Macht weiter! Ihr habt mich ganz schön beeindruckt – und ich habe nachgedacht… Es stimmt, was ihr sagt. Mich habt ihr überzeugt – und ich glaube nicht nur mich. Ich werde schauen, wie ich meinen Konsum einschränken kann und weniger Müll produziere… und vielleicht gibt es bald auch in unserer Umgebung einen Laden, der ganz auf Verpackungsmüll verzichtet“. Die Stille in der Kirche war deutlich zu hören und auch die meisten Kirchenbesucher machten sich über ihr eigenes Müllverhalten ernsthaft Gedanken.

Nach diesem Jugendgottesdienst waren die Kinder zur traditionellen Ostereiersuche auf der benachbarten Wiese eingeladen und alle Gottesdienstbesucher konnten sich bei einem geselligen Frühschoppen im Gemeinderaum von St. Franziskus treffen. Auch dieser Frühschoppen wurde von engagierten Pfarrangehörigen durchgeführt und Pfarradministrator Dieter G. Jung bedankte sich für deren Einsatz.

Die Demonstranten, Jugendliche der Pfarrgemeinde St. Franziskus, stellten sich mit ihren Demo-Schildern im Altarraum zu einem Erinnerungsfoto.

weitere Impressionen:

DER KREUZWEG IN JERUSALEM

Vortrag von Pfarradministrator Dieter G. Jung

Vor kurzen traf sich der Seniorenclub „St. Franziskus“ in Schwarzenbach an der Saale zu seinem traditionellen Einkehrtag im Gemeinderaum der St. Franziskus-Kirche. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann Pfarradministrator Dieter G. Jung mit seinem Vortrag den er das Thema „Der Kreuzweg in Jerusalem“ gab. Jung begann seine Ausführungen mit einem schockierenden Zitat: „Euer Gott muss ein Esel sein!“ „ Ein Gekreuzigter als Inbegriff der Liebe Gottes? Für die Heiden der Antike ist es eine Eselei. Für rechtgläubige Juden und Muslime bis heute ein abwegiger, gotteslästerlicher Gedanke. Für moderne, liberale Erfolgsmenschen eine Peinlichkeit. Für gläubige Christen nach wie vor das Um und Auf ihres Glaubens. Die älteste uns erhaltene Darstellung ist kein frommes Andachtsbild, sondern eine Karikatur aus der Zeit der Christenverfolgung: Eine Wandkritzelei auf dem Palatin  in Rom aus dem 3. Jh. zeigt den Gekreuzigten mit Eselskopf, davor einen Beter, darunter die spöttischen Worte: Alexamenos betet seinen Gott an.“ Der heidnische Karikaturist kann offensichtlich nicht verstehen, warum sein Bekannter Alexamenos der Religion des Gekreuzigten nachläuft. Ist Religion nicht dazu da, sich schöne erhebende Gefühle zu verschaffen? Sich von positiven göttlichen Kräften durchströmen zu lassen? Verkörpern die Götter nicht Luxus, Reichtum, Genuss, Lust, Unsterblichkeit? Was soll da eine Hinrichtung am Kreuz? Ein Gekreuzigter ist in den Augen eines tüchtigen Bürgers ein Verbrecher, zumindest ein Versager, jedenfalls ein vom Schicksal Verfluchter und von den Göttern Verlassener. Ein Gott, der sich kreuzigen lässt, muss ein Esel sein. Das Kreuz verkörpert alles Schiefgelaufene, Grausame, Sinnlose in dieser Welt. Ein anständiger Mensch – so der alte Cicereo – sollte nicht einmal daran denken.“ Jungs Vortrag befasste sich  zum einen mit der Geschichte des Kreuzweges zum anderen mit den traditionellen 14 Stationen des Kreuzweges. Am Ende seines Vortrages kam der Geistliche zu dem Fazit: „Heilige Stätten sind nicht so sehr Orte, an denen sich Jesus „ganz bestimmt“ aufgehalten hat, sondern Erinnerungsorte an (teils fiktive) Stationen des Labens und Leidens Jesu, die durch das Gebet der Gläubigen geheiligt worden sind. Entscheidend ist es nicht wo genau sich etwas im Leben Jesu ereignet hat, sondern dass es sich ereignet hat. Ist der Kreuzweg noch modern? Tun seine Bilder des Leidens nicht unnütz weh? Oder ist er gerade heute, wo uns von allen Plakatwänden riesige Bilder eine Welt voller Lust und Schönheit vorgaukeln, in der Leid, Schuld und Tod verdrängt werden, ein wichtiger „ Störfaktor“? Kreuz und Kreuzwegbilder zeigen uns auf alle Fälle die andere, die dunkle Seite des Menschseins. Und sie zeigen uns jenen Gott, der freiwillig mit uns ins Dunkel geht und durch das Dunkel geht – bis es licht wird. So lassen moderne Künstler den Kreuzweg manchmal in eine 15. Station, in ein Osterbild münden: „Jesus ist auferstanden“ – Gott kann aus jedem Karfreitag einen Ostersonntag blühen lassen und dieser Glaube trägt, auch heute noch“… so Pfarradministrator Dieter G. Jung.

Interessiert lauschten die Senioren und Seniorinnen den Ausführungen von
Pfarradministrator Dieter G. Jung.

Foto: Norbert Fuchs