{"id":3464,"date":"2025-10-07T19:51:05","date_gmt":"2025-10-07T19:51:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3464"},"modified":"2025-10-07T19:51:06","modified_gmt":"2025-10-07T19:51:06","slug":"predigt-27-so-im-jk-c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3464","title":{"rendered":"PREDIGT 27. SO IM JK (C)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>2 Tim 1,6-8.13-14 + Lk 17,5-10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Kinder und Jugendliche!<br \/>K\u00f6nnen Sie sehen, was ich in der Hand habe (Senfkorn )? Es ist sogar so klein, das ich es zwischen den Fingern halten kann.\u00a0 Meine Finger sind zu gro\u00df und der Gegenstand zu klein. Es ist ein kleines Senfkorn \u2013 auch ein Korn, das geerntet wurde wie vieles andere auch, wof\u00fcr wir heute an Erntedank Gott loben. Wir sind dankbar, dass aus kleinen Samenk\u00f6rnern \u2013 gehegt von G\u00e4rtnerinnen und Landwirten \u2013 gro\u00dfe Pflanzen geworden sind und dass vielerorts eine gute und reiche Ernte gereift ist. Gott sei Dank \u2013 Erntedank!<br \/>Im zweiten Brief schreibt Paulus seinem engen Mitarbeiter Timotheus vom \u201eanvertrauten kostbaren Gut\u201c (2 Tim 1,14), das uns Menschen in die Hand gegeben ist. Bezogen auf das heutige Erntedank-Fest k\u00f6nnen wir die \u201eErde und alles, was auf ihr w\u00e4chst\u201c als dieses kostbare Gut anse-hen, f\u00fcr das der Mensch verantwortlich ist (vgl. Gen 1,28-29 bzw. Gen 2,15): beh\u00fcten, besch\u00fctzen und bebauen soll der Mensch die Erde \u2013 soll seinen Nutzen aus ihr ziehen, aber die Erde und ihre Ressourcen nicht ausnutzen, sondern sie so gebrauchen, dass Lebensr\u00e4ume erhalten werden und auch zuk\u00fcnftige Generationen auf der Erde gut leben k\u00f6nnen. Uns ist die Erde \u00fcbergeben. Gott sei Dank \u2013 Erntedank!<br \/>Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sch\u00f6pfers haben wir die Verantwortung f\u00fcr das zerbrechliche \u00d6kosystem unserer Erde, f\u00fcr den Pflanzen- und Artenreichtum. Die aktuelle Klimakrise zeigt, dass wir schon Jahrzehnte lang die Erde immer mehr ausbeuten, um auf unsere Kosten zu kommen: immer mehr f\u00fcr einzelne Personen und Firmen, Staaten und Kontinente \u2013die Bew\u00e4ltigung der Klimakrise wird uns einiges kosten. \u201eWir m\u00fcssten bescheidener werden\u201c \u2013 dazu mahnte Papst Franziskus in seiner vor zehn Jahren ver\u00f6ffentlichten Enzyklika Laudato si; wir m\u00fcssten \u201edas Notwendige zu teilen, damit Not gewendet wird\u201c (vgl. LS 52 und v.a. LS 203-221). Ich kaufe einfach ein \u2013 und dann kommt bei vielen das gro\u00dfe Wegschmei\u00dfen. Dabei ist vieles zu gut f\u00fcr die Tonne! Denk mal nach, was du \u00e4ndern kannst, damit nicht mehr wie in Deutschland durchschnittlich fast 75 kg Lebensmittel pro Person j\u00e4hrlich in die Tonne wandern! Gott sei Dank \u2013 Erntedank!<br \/>Das \u201eanvertraute kostbare Gut\u201c (2 Tim 1,14), von dem Paulus schreibt, ist der Glaube, der uns als \u201ekostbare Gut\u201c wie ein Samenkorn in die Hand gegeben ist: klein, aber voller Entfaltungskraft. Der Glaube kann wachsen, wenn ich ihn wie ein Samenkorn aufgehen, wachsen und reifen lasse \u2013 jede und jeder kann viel tun, dass der Glaubenssame aufgeht und w\u00e4chst: Beten, in der Bibel lesen und dar\u00fcber sprechen, den Gottesdienst besuchen, anderen helfen, in den Familien den Glauben vorleben und als etwas Positives, Haltgebendes, Tragendes und Tr\u00f6stendes erlebbar werden lassen. Aber es liegt nicht alles liegt in unserer Hand. Es gilt nicht zu verzagen, sondern auf<br \/>Gottes \u201eGeist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit\u201c (2 Tim 1,7) zu bauen. Er ist der N\u00e4hrstoff, den ich als zartes \u201ePfl\u00e4nzchen\u201c brauche, damit mein Glauben gut wachsen und erstarken kann.<br \/>\u201eAlles kann, wer glaubt\u201c (Mk 9,23) bzw. \u201eGlaube versetzt Berge\u201c, so sagt Jesus: ein winzig kleiner Glaube soll sogar einen fest verwurzelten \u201eMaulbeerbaum\u201c (Lk 17,6) versetzen k\u00f6nnen. Also mir ist das beim Kirschbaum in meinem Garten bisher nicht gelungen. Ob ich zu wenig glaube?<br \/>Ich glaube nicht \u2013 wenn ich auf das vergangene Jahr zur\u00fcckblicke, konnte ich auch da Einiges ernten, Fr\u00fcchte des Glaubens n\u00e4mlich: Liebe und Freude, Geduld \u2013 auch wenn mir das oft schwerfiel \u2013 dann auch Freundlichkeit und G\u00fcte, gelingende Beziehungen und Freundschaften, Treue und Wahrhaftigkeit und noch andere mehr. Schauen Sie doch mal in einer ruhigen Minute im \u201eGarten ihres Lebens\u201c nach, was es bei Ihnen \u201eauf dem Feld des Glaubens\u201c (neben so manchem Unkraut) vielleicht besser oder ganz anders gewachsen ist, als anfangs gedacht, was es an Gutem und N\u00fctzlichem zu ernten gab und seien Sie dankbar daf\u00fcr. Gott sei Dank \u2013 Erntedank!<br \/>Ich glaube, Jesus will uns mit dem Senfkorn-kleinen Glauben sagen, dass es gar nicht so viel braucht, damit etwas Wunderbares entstehen kann; dass mit Glauben und Glaubenskraft in der Kraft des Heiligen Geistes Unm\u00f6gliches m\u00f6glich werden kann, so wie es der folgende Satz sagt, der Franz von Assisi zugeschrieben wird: \u201eTue zuerst das Notwendige, dann das M\u00f6gliche und pl\u00f6tzlich schaffst du das Unm\u00f6gliche.\u201c AMEN.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 Tim 1,6-8.13-14 + Lk 17,5-10 Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Kinder und Jugendliche!K\u00f6nnen Sie sehen, was ich in der Hand habe (Senfkorn )? Es ist sogar so klein, das ich es zwischen den Fingern halten kann.\u00a0 Meine Finger sind zu gro\u00df und der Gegenstand zu klein. 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