{"id":3289,"date":"2023-11-26T18:44:26","date_gmt":"2023-11-26T18:44:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3289"},"modified":"2025-04-21T17:17:15","modified_gmt":"2025-04-21T17:17:15","slug":"predigt-32-so-im-jk-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3289","title":{"rendered":"PREDIGT 32. SO IM JK (A)"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Weish 6,12-16 + Mt 25,1-13<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Liebe Kinder und Jugendliche! Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir \u2026 Am Freitag und am gestrigen Samstag waren die Laternenkinder mit ihren Eltern unterwegs: Sie folgten singend mit ihren Windlichtern und Laternen in den H\u00e4nden Martin auf dem Pferd. Ihr Licht leuchtete in der Dunkelheit zu Ehren des heiligen Martin, der seinen Soldaten-Mantel mit dem Bettler geteilt hatte \u2013 Liebe, W\u00e4rme und eine Decke f\u00fcr die Nacht hatte er dem Bettler gegeben und so dessen Leben vor dem Erfrieren gerettet. Martin wurde so zu einem leuchtenden Vorbild gelebter N\u00e4chstenliebe. Christus, der ihm sp\u00e4ter im Traum erschien, zeigte ihm den Weg zu einem Leben aus dem Glauben, sodass Martin sich schlussendlich taufen lie\u00df und damit Christ und sp\u00e4ter auch Bischof wurde \u2013 Jesus Christus, \u201edas Licht der Welt\u201c (Joh 8,12; 9,5; 12,46), leuchtete durch den heiligen Martin hindurch. Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir \u2013 bei uns sieht es oft ganz anders aus: Wir verdunkeln das Christuslicht in uns oder haben dieses Licht l\u00e4ngst ausgel\u00f6scht, weil Christus und der Glaube uns egal sind \u2013 christlicher burn out: Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus aus \u2013 Rabimmel, Rabammel, Rabum. Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir \u2013 zehn Jungfrauen, gehen im Gleichnis, das Jesus vom Reich Gottes erz\u00e4hlt, als Brautjungfern dem Br\u00e4utigam und damit letztlich Christus entgegen \u2013 doch der kommt nicht und l\u00e4sst auf sich warten \u2013 und die jungen Frauen schlafen ein\u2026 Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir \u2013 als der Br\u00e4utigam dann doch endlich kommt und sie alle aus dem Schlaf hochschrecken, merken f\u00fcnf Jungfrauen, dass ihre Lampen auszugehen drohen \u2013 so k\u00f6nnen sie dem Br\u00e4utigam nicht heimleuchten, so k\u00f6nnen sie ihre Aufgabe, ihren Job nicht erf\u00fcllen. Sie hatten keinen \u00d6l-Vorrat mitgenommen, hatten nicht mit der Verz\u00f6gerung gerechnet, sind nahezu ausgebrannt. Von den f\u00fcnf klugen Jungfrauen wollen sie in ihrer Not \u00d6l f\u00fcr ihre Lampen haben und suchen so fragend-bohrend Abhilfe f\u00fcr ihre \u201e\u00d6lkrise\u201c. Das \u00d6l der Klugen bleibt ungeteilt \u2013 so m\u00fcssen die T\u00f6richten entweder das Risiko eingehen, dass ihre Lampen verl\u00f6schen, oder sie m\u00fcssen \u00d6l kaufen und riskieren damit den Br\u00e4utigam, Christus, zu verpassen. Eine schwierige Entscheidung, weil die T\u00f6richten in der Vorbereitung \u201emit Weisheit\u201c h\u00e4tten unterscheiden k\u00f6nnen, was wichtig und \u201edran\u201c gewesen w\u00e4re, eben das Not-Wendige zu tun und ausreichend \u00d6l mitzunehmen: \u201eWer ihretwegen [= der Weisheit wegen] wacht, wird schnell von Sorge frei\u201c (Weish 6,15b). W\u00e4ren die jungen Frauen doch nur nicht eingeschlafen, k\u00f6nnten wir als H\u00f6rer des Gleichnisses sagen\u2026 Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus aus \u2013 das Einschlafen wird von Jesus im Gleichnis nicht ger\u00fcgt; es geht IHM um etwas anderes: Es geht um die<br \/>Bereitschaft zur Begegnung mit dem Br\u00e4utigam, mit Christus, und darum die Wartezeit bis zu seiner Ankunft sinnvoll zu nutzen \u2013 da ist es gut, ausgeschlafen zu sein, um seine Ankunft nicht zu verschlafen. Prek\u00e4r ist dagegen das mangelnde Vorbereitet-Sein, denn dadurch verpassen Menschen, M\u00e4nner wie Frauen, Junge wie Alte, den \u201ekairos\u201c, den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr die Begegnung mit Christus. Aber auch hier g\u00e4be es noch eine Chance f\u00fcr die zu-sp\u00e4t-Gekommenen: Sie w\u00fcrden noch in den Hochzeitssaal hineinkommen, wenn der Br\u00e4utigam, wenn Christus, sie kennen w\u00fcrde. ER kennt sie nicht, weil sie IHN nicht kennen, IHN vielleicht nie kennenlernen wollten, oder weil sie nur oberfl\u00e4chlich \u201eihren Job\u201c tun, so lala Christen sind, anstatt f\u00fcr Christus zu brennen und IHM wirklich begegnen zu wollen. Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir. Ich teil mein Licht voll Zuversicht \u2013 Rabimmel, Rabammel, Rabum. Steck andre an, die brennen dann \u2013 Rabimmel, Rabammel, Rabum. Ich leuchte \u2013 und das Christuslicht in mir und durch mich leuchtet f\u00fcr Menschen, die dieses Licht brauchen und im Dunkeln sitzen. Ich kann das Licht meines Glaubens an Jesus Christus mit anderen teilen und \u2013 wie der heilige Martin \u2013 Vorbild gelebter N\u00e4chstenliebe sein. Ich kann meine Mitmenschen auf Jesus Christus hinweisen, versuchen sie f\u00fcr IHN zu begeistern und zu entz\u00fcnden \u2013 brennen f\u00fcr IHN k\u00f6nnen sie nur selber. Daf\u00fcr braucht jede(r) ausreichend \u201e\u00d6l\u201c, gelebten Glauben und das bewusste Kennenlernen und die gewollte Begegnung mit Jesus Christus. Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir&#8230; AMEN.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weish 6,12-16 + Mt 25,1-13 Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Liebe Kinder und Jugendliche! Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. 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