{"id":3273,"date":"2023-10-09T16:59:14","date_gmt":"2023-10-09T16:59:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3273"},"modified":"2025-04-21T17:17:15","modified_gmt":"2025-04-21T17:17:15","slug":"predigt-24-so-im-jk-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=3273","title":{"rendered":"PREDIGT 24. SO IM JK (A)"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Sir 27,30-28,7 + Mt 18,21-35<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Kinder und Jugendliche!<br \/>\u201eDie Rechnung, bitte!\u201c Am Ende eines Gasthausbesuches wird mir vom Wirt bzw. von seinen Angestellten \u201edie Rechnung\u201c pr\u00e4sentiert: Schwarz auf Wei\u00df ist dort aufgelistet, was ich gegessen und getrunken habe und wieviel ich dem Wirt daf\u00fcr schuldig bin.<br \/>\u201eDenk an das Ende!\u201c, mahnt der alttestamentliche Weisheitslehrer Jesus Sirach: Er rechnet mit der Vergeltung guter wie negativer Taten und falls diese im gegenw\u00e4rtigen Leben nicht eintritt mit der Belohnung bzw. Bestrafung durch Gott als oberste \u201eGerechtigkeitsinstanz\u201c. Jede (Un-)Tat hat Folgen. Es liegt in der Hand jedes Menschen, wie er\/sie mit anderen umgeht und wie es ihm\/ihr ergeht: Eine Untat heimzahlen und gnadenlos abrechnen, oder den Tun-Ergehen-Zusammenhang durchbrechen. Was ist angemessen? Wann ist das Ma\u00df voll? Vergebungsbereitschaft muss doch Grenzen haben, denn sonst bin ich schnell der\/die Dumme, wenn ich immer nachgebe und verzeihe \u2013 und mache Taten wie z.B. (Macht-)Missbrauch sind unentschuldbar und unverzeihlich.<br \/>Petrus zieht die Grenze gro\u00dfz\u00fcgig, aber auch berechnend: Bis zu siebenmal will er Mitmenschen vergeben, die ihn verletzt, ihm geschadet oder nicht geholfen haben \u2013 bis zu siebenmal, dann reicht\u2019s. Petrus will mit dieser Bemessung vor Jesus gl\u00e4nzen und Vorbild in Sachen Vergebung sein. Petrus aber hat sich verrechnet, denn Jesus setzt ein anderes Ma\u00df: \u201eBis zu siebzigmal siebenmal\u201c, also bis zu 490-mal soll man(n) und frau vergeben und damit eigentlich immer! Kann Jesus mit Petrus und mit mir rechnen, dass wir uns so verhalten?<br \/>\u201eDer\/die muss mir vergeben\u201c, sagt sich leicht. Wenn ich aber selbst in der Rolle dessen bin, der\/die vergeben soll, tue ich mich mit vers\u00f6hnlichen Worten und Gesten schwer \u2013 da messe ich oft (wie der Diener im Evangelium) mit zweierlei Ma\u00df: Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, ja unermessliche Nachsicht f\u00fcr mich und mein Verschulden \u2013 Unerbittlichkeit und gnadenlose H\u00e4rte gegen\u00fcber anderen. So gerate ich in Schuld oder bleibe meinen Mitmenschen viel schuldig: Wertsch\u00e4tzung und Respekt, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, Mitmenschlichkeit und notwendige Hilfe.<br \/>\u201eDie Rechnung, bitte!\u201c Gottes G\u00fcte als Ma\u00dfstab f\u00fcr unser Leben? Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, beten wir im Vaterunser. Wenn wir diese Bitte ernst nehmen; wenn sie das Ma\u00df unseres Zusammenlebens ist; wenn nicht nur Gott uns gegen\u00fcber, sondern auch wir Menschen untereinander, sie in die Tat umsetzen, dann bricht der Himmel schon hier auf Erden an. Dann haben wir die Rechnung nicht ohne \u201eden Wirt\u201c, nicht ohne Gott gemacht, sondern mit IHM und wie ER gerechnet \u2013 alles andere w\u00e4re vermessen. AMEN.<\/p>\n<p><em>ver\u00f6ffentlicht von Dr. Dieter G. Jung als Impuls zum Sonntagsevangelium im Heinrichsblatt \u2013 Ausgabe vom 17. Sept. 2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sir 27,30-28,7 + Mt 18,21-35 Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Kinder und Jugendliche!\u201eDie Rechnung, bitte!\u201c Am Ende eines Gasthausbesuches wird mir vom Wirt bzw. von seinen Angestellten \u201edie Rechnung\u201c pr\u00e4sentiert: Schwarz auf Wei\u00df ist dort aufgelistet, was ich gegessen und getrunken habe und wieviel ich dem Wirt daf\u00fcr schuldig bin.\u201eDenk an das Ende!\u201c, mahnt der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2695,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,32],"tags":[],"class_list":["post-3273","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-36","category-evangelium-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3273"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3274,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3273\/revisions\/3274"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}