{"id":2776,"date":"2021-01-04T19:50:59","date_gmt":"2021-01-04T19:50:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=2776"},"modified":"2021-01-04T19:51:00","modified_gmt":"2021-01-04T19:51:00","slug":"predigt-2-so-n-weihnachten-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/?p=2776","title":{"rendered":"PREDIGT 2. So n. Weihnachten (B)"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Eph 1,3-6.15-18 + Joh 1-18<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<br \/>Die weihnachtliche Festzeit ist von Lieder gepr\u00e4gt, von Liedern, die von Herzen kommen und zu Herzen gehen, von Liedern, die zum Mitsingen einladen: \u201eNun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder\u201c (GL 241) \u2013 \u201eIn dulci jubilo, nun singet und seid froh\u201c (GL 253) \u2013 \u201eAuf, Christen, singt festliche Lieder\u201c (GL 765) \u2013 \u201eSingen wir mit Fr\u00f6hlichkeit\u201c (GL 770). Diese Lieder geh\u00f6ren zu Weihnachten dazu. Aufgrund der aktuellen Beschr\u00e4nkungen k\u00f6nnen wir sie nicht gemeinsam singen \u2013 vielen f\u00e4llt das schwer; das sehe ich immer wieder in den Gesichtern w\u00e4hrend der Gottesdienste. Gott sei Dank d\u00fcrfen die Weihnachtslieder von Einzelpersonen gesungen werden \u2013 und wir k\u00f6nnen sie h\u00f6ren und uns Melodie und Text zu Herzen gehen lassen. In den Liedern klingt das Weihnachtsgeheimnis ganz zart in unseren Herzen an und eine leise innere Fr\u00f6hlichkeit und Freude durch-t\u00f6nt uns. Innerlich k\u00f6nnen wir die Lieder von Herzen mitsummen \u2013 das ist ja erlaubt und nicht verboten. Wir sind dann keine passiven Zuh\u00f6rer mehr, sondern summend aktiv mit dabei und geben der Weihnachtsfreude und unserem Glauben Ausdruck \u2013 in einer Form, die m\u00f6glich ist.<br \/>Auch in den heutigen biblischen Texten klingen Lieder an und wirken nach: zwei Hymnen auf Jesus Christus, die besingen, wer Jesus Christus ist:<a href=\"#A1\"><sup>1<\/sup><\/a> ER ist das Wort. Dieses Wort war verborgen in Gott. Ja, das Wort war Gott \u2013 es war der verborgene Gott. Da ist zun\u00e4chst Stille \u2013 diese Stille ist n\u00f6tig, damit das Wort wirken kann und nicht \u00fcberh\u00f6rt wird. Gott beh\u00e4lt sein Wort aber nicht f\u00fcr sich: Er teilt sich mich und spricht es aus \u2013 das Wort Gottes kommt in die Welt und wirkt in der Welt: \u201eEs werde\u201c \u2013 das g\u00f6ttliche Wort bewirkt Licht und Leben von Anfang an (vgl. Gen 1,1-2,3). An diesen Anfang der Geschichte Gottes mit den Menschen erinnert das Johannesevangelium: \u201eIm Anfang war das Wort\u201c (Joh 1,1). Das von Gott ausgesprochene Wort, sein in die Welt gesandtes Licht, wirkt und bewirkt eine Antwort: Viele Menschen lehnen es ab \u2013 einige nehmen es auf. Der Evangelist Johannes schreibt sehr allgemein: \u201eAllen, die [das Wort, die Jesus Christus,] aufnahmen, gab [Gott] Macht Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben\u2026\u201c (Joh 1,12). Andere Evangelisten sind dagegen ganz konkret und nennen Maria als diejenige, die von Gott angesprochen wird: Maria nimmt dieses Wort Gottes an \u2013 wenn sie auch anfangs Fragen und Zweifel hat, wie und was das Wort Gottes bewirken kann. Maria nimmt das Wort Gottes in sich auf und sie nimmt es sich zu Herzen. Das Wort Gottes geht ihr in Fleisch und Blut \u00fcber und wird durch das Wirken des Heiligen Geistes Mensch in Maria. Maria besingt dieses Wunder der Menschwerdung Gottes im Evangelium nach Lukas in ihrem Lobpreis, im Magnificat. Maria besingt darin, wie Gott an ihr gewirkt hat und wie Gott in der Welt wirkt und was er bewirken will (vgl. Lk 1,46-55). Das in Maria Mensch gewordene Wort bekommt so eine Stimme und eine Klang, noch bevor Jesus Christus von Maria geboren wird. Er, das Fleisch gewordene Wort Gottes, Jesus Christus, setzt dann dieses Wort Gottes in die Tat um \u2013 \u201eund wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit\u201c (Joh 1,14). In Jesus Christus ist Gott(es Wort) sichtbar und h\u00f6rbar: Er, der \u201eam Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht\u201c (Joh 1,18). Er hat den Herzschlag Gottes geh\u00f6rt, das Leben erlauscht, diesen Klang in sich aufgenommen und weitergesagt. Jesus Christus spricht aus, was in Gottes Herzen ist: \u201eIch liebe dich, du Welt und du Mensch\u201c (Karl Rahner).<br \/>Das Johannesevangelium nennt Maria nicht explizit und nicht exklusiv: Wir alle k\u00f6nnen das Wort Gottes in uns aufnehmen. Das Wort Gottes kann in uns wachsen und in uns Mensch werden: \u201eallen, die ihn aufnahmen, gab er Macht Kinder Gottes zu werden\u201c (Joh 1,12) \u2013 und zu verstehen, \u201ezu welcher Hoffnung wir durch [Jesus Christus] berufen [sind\u2026 und] welchen Reichtum [\u2026 er uns] schenkt\u201c (Eph 1,18). Wie Maria d\u00fcrfen wir guter Hoffnung sein und das Leben mit Gott wagen. Durch unsere Antwort im Leben und im Glauben und durch unser Leben sollen wir Hoffnungstr\u00e4ger und Boten des Lichtes sein und werden \u2013 keine Bedenkentr\u00e4ger und keine d\u00fcstere Gestalten. Darum geht es: \u201eNehmt die Melodie Gottes in euch auf!\u201c (Ignatius von Antiochien), die Melodie der Liebe, die Gott uns in Jesus Christus schenkt, \u2013 und geben wir diese Liebe weiter, in Wort und Tat. AMEN.<\/p>\n<p><br \/><sup><a id=\"A1\"><\/a>1<\/sup> <em>Die Leseordnung Eph 1,3-6.15-18 verk\u00fcrzt leider das gro\u00dfartige Christuslied Eph 1,3-14.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eph 1,3-6.15-18 + Joh 1-18 Liebe Schwestern und Br\u00fcder!Die weihnachtliche Festzeit ist von Lieder gepr\u00e4gt, von Liedern, die von Herzen kommen und zu Herzen gehen, von Liedern, die zum Mitsingen einladen: \u201eNun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder\u201c (GL 241) \u2013 \u201eIn dulci jubilo, nun singet und seid froh\u201c (GL 253) \u2013 \u201eAuf, Christen, singt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2695,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33,1,32],"tags":[],"class_list":["post-2776","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-33","category-aktuelles","category-evangelium-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2776"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2779,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2776\/revisions\/2779"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-franziskus-schwarzenbach-saale.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}