Pfarrgemeinde St. FranziskusSt. Franziskus - Kirche
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JOHANNISFEUER UND PROZESSION IN SCHWARZENBACH AN DER SAALE

Am vergangenen Freitag entzündete Pfarrer und Dekan Joachim Cibura an der alten "Christ-König-Kirche" an der Kirchenlamitzerstraße das traditionelle Johannis-Feuer der kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus.

Der "Open-Air-Gottesdienst" zu Beginn des Johannis-Feuers wurde musikalisch von der Kirchenband "Eternal Light" aus Münchberg mit moderner Kirchenmusik und Gesang begleitet und jugendliche Gemeindemitglieder und Ministranten gestalteten den Gottesdienst mit kurzen Anspielen und Beiträgen. Bei Einbruch der Dunkelheit entzündete der Geistliche einen als Pyramide errichteten Holzstoß aus dem nach wenigen Minuten die loternten Flammen in den nächtlichen Himmel stiegen.

Auch für das leibliche Wohl zeigten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an diesem Abend verantwortlich. Die Gestaltung des "Open-Air-Gottesdienstes", die musikalische Begleitung durch die Band "Eternal Light" und das Engagement der Jugendlichen wurde von den Anwesenden mit Herzlichen Applaus belohnt. Bei einer feierlichen Prozession am darauffolgenden Sonntag zogen Katholiken öffentlich ihren Glauben bekennend durch die Straßen eines Stadtteiles von Schwarzenbach an der Saale.

Pfarrer Joachim Cibura konnte rund 170 Besucher zu dem Hauptgottesdienst in der St. Franziskus Kirche begrüßen. In seiner Predigt wandte sich der Geistliche an die Gottesdienstbesucher: "Liebe Schwestern und Brüder, es gibt wieder ein paar Pfeile hier in der Kirche. Die begegneten uns schon bei der Erstkommunion. Haltet sie doch mal hoch"… forderte Cibura die anwesenden Kinder auf. "Was tut denn so ein Pfeil? Er zeigt die Richtung an. Er weist auf etwas hin. Beides tun wir heute auch. Wenn wir mit dem Leib Christi auf die Straße gehen, dann schlagen wir eine bestimmte Richtung ein. Ich meine jetzt gar nicht den Weg, den wir gehen, ich meine keine Straßennamen, unsere Richtung ist Gott. Er geht unsere Wege mit und das soll heute sichtbar werden.

Eigentlich nicht nur heute, immer sollte man merken können, dass unsere Richtung Gott ist. Das wir mit ihm gehen und für ihn gehen. Im Evangelium haben wir gehört wie Jesus uns sendet. Wir sind seine Gesandte nicht für irgendwelche Missionsfeldzüge, sondern hier in unseren Familien, auf unseren Straßen und in unseren Häusern. Unsere Prozession wird zum frommen Getue, zu einem Schauspiel, wenn wir nicht auch sonst in unserem ganz normalen Leben diese Richtung einschlagen. Gehen wir mit und für Gott, denn auch er will uns gehen. Der Pfeil weist auch auf etwas hin. Wir heute auch. Wir zeigen auf Jesus hin, auf den Leib Christi, tragen ihn durch die Straßen. Hier ist der der uns Kraft gibt, hier ist der, der unser Leben sinnvoll macht, hier ist der, der uns mag, der immer für uns da ist, der sich für uns hingibt. Heute bleiben wir nicht hinter Mauern versteckt, er selbst sendet uns hinaus.

An offenen Fenstern und an geschlossenen Fensterläden gehen wir vorbei. Unser Gebet und Protest, mancher wird uns verwundert anschauen, belächeln. Wir werden singen, aber vielleicht gibt es auch blöde Zwischenrufe oder Pfiffe. Das gehört alles dazu: Gott lässt sich hinhalten, der Welt hinhalten. Was uns wichtig ist, ist anderen überhaupt nicht wichtig. Aber wir weisen heute auf ihn hin und dass er da ist für alle auch für die, die ihn und uns belächeln oder blöd anmachen. Gott ist in dieser Welt zu finden - auch bei uns - das ist wichtig zu zeigen. Wir sind nicht von Gott verlassen. Er ist da bei uns. Darauf weisen mit Pfeilen, Kerzen, Fahnen, mit der strahlenden Monstranz, mit unserem Hiersein, mit unserem Leben. Amen." Im Anschluss an den Gottesdienst fand bei trockenem Wetter und in Begleitung einer Blaskapelle eine Prozession statt, deren Verlauf durch die Straßen eines Stadtteiles der Saalestadt führte.

Drei liebevoll geschmückte Stationsaltäre luden am Wegverlauf die Prozessionsteilnehmer zum Innehalten und Beten ein. Die Altäre wurden geschmückt von der Portugiesischen Gemeinde, von Mitgliedern des "Seniorenclub St. Franziskus" und vom Kirchenchor der Gemeinde. Der Prozessionsweg führte zum Abschluss wieder zurück zu seinem Ausgangspunkt, wo in der St. Franziskus Kirche eine kurze Andacht stattfand. Besonders die Teilnahme der Kommunionkinder in ihrer festlichen Kleidung und die Gestaltung eines Wegaltares durch die Portugiesische Gemeinde fand die besondere Anerkennung der Prozessionsteilnehmer. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Cibura bei allen, die für das gute Gelingen der Prozession sorgten. Ein besonderes Dankeschön galt Helmut Michel, der seit vielen Jahren den Prozessionsweg mit Beiträgen und in Absprache mit der Blaskapelle mit entsprechender, kirchlicher Musik und dem dazugehörigen Gesangstexten gestaltet.

nf.