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OSTERNACHTFEIER UND JUGENDGOTTESDIENST IN ST. FRANZISKUS Am Ostersonntagmorgen, bereits um 5 Uhr, beging die kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale eine gut besuchte Osternachtfeier. Zu Beginn der Osternachtfeiert entfachte Pfarrer und Dekan vor der Kirche das Osterfeuer und entzündete eine große Osterkerze. Anschließend trug er die Kerze in Begleitung vieler Gottesdienstbesucher in das Kircheninnere. In seiner Predigt ging Pfarrer und Dekan Joachim Cibura auf das Osterfest ein: "Liebe Schwestern und Brüder, schön dass wir gemeinsam das Fest des Osterhasen und der Ostereier feiern. Für viele Menschen in unserem Land ist das das einzige, was sie von Ostern mitbekommen. Ich hoffe, dass ihnen ein Hasen- und Eierfest einfach zu wenig ist. Wir feiern das zentrale Ereignis unseres Glaubens, wir feiern Gottes mächtiges Wirken, wir feiern die Auferstehung unseres Herrn. Und sie hat alles verändert, allem eine ganz neue Deutung gegeben. Nicht dass ich etwas gegen Hasen und Eier hätte, aber sie sind nur Beiwerk, Äußerlichkeiten.
Das Eigentliche von Ostern ist die Feier der Auferstehung. Ursprünglich sollten ja auch die Hasen und die Eier auf diesen Inhalt hinweisen, aber heute weiß das kaum noch jemand. Der Sinn geht manchmal schnell verloren. Der Hase steht für die Fruchtbarkeit, für das Leben und das Ei dafür, dass das Eigentliche hinter der Schale ist, das Leben hinter der Mauer des Todes. Ich möchte dem Hasen und dem Ei heute noch etwas dazugeben, noch etwas Äußerliches, was uns aber vielleicht zum Inneren, zum Kern des Festes führen kann. Ich weiß nicht ob sie es erkennen können, es ist ein Luftballon, ein Osterluftballon. Der schaut ja zunächst einmal nach gar nichts aus, hängt hier so schlapp an meiner Hand. Dem fehlt etwas Entscheidendes- so wie den Jüngern nach Jesu Tod auch. Im Luftballon ist keine Energie -in den Jüngern auch nicht. Sie hängen verstört herum.
Nun werde ich diesen Luftballon aufblasen. Aus dem kleinen, schlappen kaum sichtbaren Ding ist etwas Großes, deutlich sichtbares geworden. Da hat sich deutlich sichtbar etwas verändert. In der Osternacht passiert das auch. Da rollen Steine vom Grab, da fallen Wächter um, da verschwindet ein Leichnam und ein Toter läuft herum. Aus traurig herumhängenden Jüngern werden Zeugen der Auferstehung, Menschen, die für ihn in den Tod gehen. An Ostern geschieht Veränderung, nimmt Gott eine Veränderung vor, die uns immer noch unvorstellbar ist. Innen drin im Luftballon ist das, was auch im Grab war: nämlich Luft -nichts. Das Innere des Grabes ist nicht das Entscheidende. Ausschlaggebend ist die Energie, die da hineinkam, die Luft, die, die ich hineingepustet habe, ist Gottes Wirken, das im Tod Leben schenkt, die Kraft von Gott. Auch wenn wir immer wieder nachlassen im Glauben, in der Ausstrahlung. Gott investiert immer wieder neu Kraft in uns.
Gott wirkt und man kann etwas sehen. Beim Luftballon die Hülle, die sich ausdehnt, bei der Auferstehung ist es der Tote, der wieder lebt. ‚Den Luftballon kann ich leicht kaputtmachen, die Auferstehung ist durch nichts auf der Welt kaputtzumachen. Sie ist geschehen und das muss uns verändern, das gibt uns neue Energie, dass lässt sogar bei allen Schwierigem hoffen, dass macht froh ohne Ende"… so Cibura zu den Gottesdienstbesuchern. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Cibura bei allen die zum guten Gelingen dieser Osternachtfeier beigetragen haben. Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich ca. 140 Besucher im Gemeinderaum von St. Franziskus zu einem gemeinsamen Frühstück. Der bunte Tischschmuck wurde vom Kindergarten St. Klara gefertigt. Er wurde von den Teilnehmern des Osterfrühstücks als sehr gelungen und farbenfroh empfunden. Besonders erwähnenswert sind die vielen Helfer, die sich auch in diesem für die Planung und Durchführung des Osterfrühstückes verantwortlich fühlten.
Der Gottesdienst am Ostermontagmorgen wurde von Jugendlichen der Pfarrgemeinde St. Franziskus gestaltet. In einem kurzen Anspiel verdeutlichten drei Jugendliche drei Möglichkeiten wie Jugendliche "Motivation" erfahren können. Zunächst betrat ein Jugendlicher den Altarraum und riss Blätter einer Blume ab: "Sie liebt mich, sie liebt mich nicht" … und so weiter. Beim letzten Blattabriss stellte sich heraus: "Sie liebt mich!!! Das muss ich ihr gleich mitteilen" … beendete der junge Mann seine Feststellung. Ein anderer Jugendlicher bekam von seinem Lehrer eine positive Nachricht, die der Schüler laut und freudig bekannt gab: "Toll, eine Eins, so kann es weiter gehen" … blickte der Junge zuversichtlich in die Zukunft. In der dritten Szene saß ein junges Mädchen nachdenklich auf einem Stuhl. Grübelnd ging sie im Raum auf uns ab und suchte nach einer Lösung ihres Problems. Plötzlich rief sie: "Jetzt weiß ich, wie ich es machen muss". Diese drei vorgespielten Möglichkeiten Liebe, Erfolg und die Ruhe können Ansporn und Motivation nicht nur für Jugendliche sein. "Unsere Kraft schöpfen wir von Gott und seiner frohen Botschaft. Auch hier in der Kirche können wir auftanken und neue Energie für das tägliche Miteinander finden" … so Pfarrer und Dekan Joachim Cibura. Nach dem Gottesdienst fand auf der benachbarten Wiese das beliebte Ostereiersuchen für die Jüngsten statt. nf. |
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