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GEMEINSAME WALLFAHRT DER KATH. PFARRGEMEINDEN ...
... Oberkotzau, Rehau und Schwarzenbach
Die
kath. Pfarrgemeinden St. Franziskus / Schwarzenbach an der Saale, St.
Antonius / Oberkotzau und St. Josef / Rehau, die seit Februar 2006 den
Pfarreienverbund "Heilige Dreifaltigkeit" bilden, unternahmen vor Kurzem
eine gemeinsame Fuß- und Buswallfahrt nach Marienweiher. Ein Sammelbus,
der bereits um 8.30 Uhr am Rehauer Pfarrhaus die ersten Buswallfahrer
aufnahm und dann in Oberkotzau und Schwarzenbach an der Saale weitere
Teilnehmer abholte, erreichte pünktlich zum gemeinsamen Gottesdienst die
Marienbasilika Marienweiher. Die Fußwallfahrer der drei Pfarrgemeinden
trafen sich allerdings schon um 7.30 Uhr an der St. Franziskuskirche in
Schwarzenbach. Von dort aus sind sie gemeinsam mit den Pkws nach Sauerhof
gefahren und weiter nach Marienweiher gelaufen. Angeführt von Fahnenträgern
wanderten die Wallfahrer durch die vom Herbst malerisch gezeichnete Natur.
In der Marienbasilika nahmen dann ca. 100 Wallfahrer um 10 Uhr vereint
an einem Wallfahrtsgottesdienst teil, der von Pfarrer Joachim Cibura aus
Schwarzenbach an der Saale und Pater Salomon aus Rehau zelebriert wurde.
Zu Beginn seiner Predigt ging der Geistliche auf den Wallfahrtsort und
die Marienbasilika Marienweiher ein: "Liebe Schwestern und Brüder, wer
hier nicht schon alles gebetet hat? Wen hat die Mutter mit dem Kind auf
dem Arm nicht schon alles gesehen? Auch bei der Wallfahrt unseres Seelsorgebereichs
"Dreifaltigkeit" haben wir ganz unterschiedliche Menschen und Anliegen
dabei. So viele beten hier für einen kranken
Menschen, der ihnen am Herzen liegt. Viele kommen mit ihrer Trauer um
einen geliebten Menschen hierher. Andere stehen vor wichtigen Lebensentscheidungen
und bitten hier um göttlichen Beistand. Da betet einer für die Kinder
die gerade eine schwere Zeit durchmachen und die andere für die Enkel,
die nicht wissen welchen Beruf sie ergreifen sollen. Hierher kommen Kranke
und
Gesunde, Junge und Alte, Reiche und Arme. Das ganze Leben hat hier seinen
Platz mit den Tiefen und den Höhen. Frisch Verliebte bitten die Gottesmutter
um ihre Fürbitte, genauso wie Brautpaare oder Menschen deren Beziehung
zerbrochen ist. Hierher kommen Menschen voller Dankbarkeit und solche
voller Sorgen. Hier beten Menschen, die mit anderen im Streit liegen und
solche die verletzt wurden.
Andere machen sich Sorgen weil ihre Kinder keinen Zugang zum Glauben finden
und mit Gott scheinbar abgeschlossen haben. Die eine drücken Schulden,
den anderen die Sorge um den Arbeitsplatz. So viele suchen nach dem Sinn
in ihrem Leben und irgendwie suchen alle nach Gott. Maria hält ihn uns
entgegen, den Mensch gewordenen Gottessohn. Sie zieht ihn vor keinem zurück.
Was auch immer sie
heute bewegt, hier ist jemand den das interessiert, der ihnen hilft, dem
sie ihr Herz ausschütten dürfen. Wir gehen auf Wallfahrt. Wir sind nicht
allein, da gehen andere mit und da geht Gott an unserer Seite. Er verlässt
uns nie, wir wissen das aber wir müssen es immer wieder erleben, dass
er da ist in all dem Auf und Ab unseres Lebens. Maria ist eine demütige
Frau, sie nennt sich ja selbst die Magd des Herrn. Sie drängt ihren Sohn
niemand auf.
Sie hält ihn uns entgegen. Sie bietet ihn uns an. Wir können das Angebot
annehmen oder ausschlagen. Bei Gott tritt sie für uns ein, wie es eine
gute
Mutter für ihr Kind tut. Hier am Wallfahrtsort werden nicht all unsere
Probleme gelöst und Fragen geklärt, aber wir erhalten hier wieder Kraft
um die Probleme und Fragen anzugehen. Wir können unseren Weg gestärkt
weiter gehen,
weil wir spüren dürfen, unser Leben hat immer mit Gott zu tun. Gott hat
sich auf uns Menschen eingelassen. Maria spielt da als Mutter des Erlösers
die entscheidende Rolle. Sie hat Gottes Macht erfahren. Wie sie dürfen
auch wir auf ihn vertrauen, was auch immer uns bewegt" … so Pfarrer Cibura
zu den Anwesenden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde in den frühen
Nachmittagsstunden
der Kreuzweg, dessen Verlauf um die Klosterkirche führte, gebetet. Gegen
14 Uhr traten die Teilnehmer ihre Heimreise in ihre Heimatgemeinden an.
nf.
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