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PFARRFAHRT DER ST. FRANZISKUSKIRCHE SCHWARZENBACH/SAALE ... ... vom 4.5.-12.5 2009 Auf nach Sardinien - aber nicht in der Sardinendose wie in unserem Reiseheft, sondern im bequemen Reisebus. Wir fuhren am 4. Mai morgens über Nürnberg-München-Kufstein-Brenner-Bozen nach Livorno. Hier sind wir auf die Fähre, auf der wir übernachtet haben und am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein auf Sardinien ankamen. Von unserer Reiseleiterin abgeholt, ging es mit dem Bus in Richtung Süden an der Küste entlang, in Serpentinen durch eine Gebirgslandschaft mit tiefen Schluchten. Talana, ein kleiner Ort mit engen Straßen, wird uns unvergessen bleiben, hier konnten wir die Fahrkünste unseres Uwe bewundern.
Sardinien hat eine wechselvolle Geschichte. "Wer über das Meer kommt, der raubt", dies besagt ein sardisches Sprichwort. 1000 v. Christi kamen die Phönizier, dann die Karthager, die Römer, die Vandalen, teils von Spanien besetzt. 1718 wird Sardinien italienisch und 1861 mit Italien vereint, seit 1948 autonom und in 4 Provinzen unterteilt. Tourismus gibt es seit 1960. Es ist also kein Wunder, wenn der Sarde den Fremden zurückhaltend begegnet. Er ist auch lieber Hirte oder Bauer, als Fischer oder Seemann. So viel zur Geschichte Sardiniens.
Gegen Abend kamen wir in unserem Hotel im Raum
Cagliari an. Am nächsten Tag haben wir mit unserer neuen Reiseleiterin
Uschi, Cagliari die Hauptstadt Sardiniens besichtigt, mit 254000 Einwohner
¼ der Bevölkerung der Insel. Zuerst sahen wir die Kirche der Bonaria,
Patronin der Seeleute, dann ging weiter zum Monte Bino, ein Aussichtspunkt
mit wunderschönem Blick auf die Stadt. Wir fuhren noch zum Castello, eine
mittelalterliche Befestigung, und hatten dann noch Zeit, die Altstadt
anzuschauen. Einen Tag später fuhren wir zur Südküste an noch unberührten Sandstränden und Buchten vorbei, wo das Meer in türkis bis dunkelblau schillert. In San Antioca war der erste Halt zum Mittag-essen. Anschließend Besichtigung der byzanthinischen Kirche, die 580 v. Christi das erste Mal erwähnt wurde, die in ihrer schlichten Bauweise mit der Kuppel noch sehr gut erhalten ist.
Der 5. Tag, Abfahrt vom Sighientu-Hotel, das
direkt am Meer lag. Die Fahrt ging Richtung Norden durch ein großes Anbaugebiet
für Zitronen, Orangen und auch Coctailtomaten, die es bei uns zu kaufen
gibt, kommen zum großen Teil aus Sardinien. In Santa Giusta haben wir
eine der schönsten Kirchen im romanischen Stil besichtigt, die mit Material
aus der Römerzeit ausgestattet ist. Mittagessen war am Strand und wir
hatten Gelegenheit zum Baden. Der Samstag war der freie Tag unseres Fahrers und wir haben eine Bootsfahrt zur Neptunsgrotte gemacht, die sehenswerteste Tropfsteinhöhle des Mittelmeerraumes. Zurück in Alghero haben wir die Altstadt besichtigt die noch von einer Stadtmauer umgeben ist - und wir hatten Zeit zum Shoppen!!!
Am Sonntag Fahrt zur Barbatscha, wie das Land der Hirten genannt wird. Unsere Uschi hat uns viel über die Schafzucht erzählt. Ein Hirte mit 300 Schafen, kann mit seiner Familie sehr gut davon leben. Die Schafe müssen 2 mal am Tag gemolken werden. Auf Sardinien wird mehr Käse hergestellt als in der Schweiz. Weiter über Nuoro-Orgosolo zum Monte Ortobene feierten wir einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Danach ging es zu einem Hirtenessen unter Steineichen- Natur pur-. Auf einem Holzbrett serviert gab es Fladenbrot, Schafskäse, Lammfleisch und Spanferkel und natürlich Rotwein. Anschließend fuhren wir weiter nach Cannigione, unser letztes Hotel. Letzter Tag auf Sardinien. Fahrt zur Costa Smeralda, es gibt auch hier noch unberührte Strände, die unter Naturschutz stehen. Die Nordküste ist weit mehr besucht als der Süden um Cagliari. Porto Cervo, die Perle der Costa Smeralda gibt es erst seit 1960, war unser Ziel. Die Gegend war noch unberührt, sie wurde von Karim Aga Khan gekauft und erschlossen. Er verpflichtete 3 bekannte Architekten, die das Land nach seinen Vorstellungen bebauten. Es war gedacht für den Jet-Set der von Saint Tropez nach Sardinien ausgewichen ist. Mit einer Kleinbahn sind wir durch den Ort gefahren, vorbei an vornehmen Villen und Hotels und Exklusivläden. Die Gebäude sind alle dem Stil der Gegend angepasst und es darf auch nichts geändert werden. Leider mussten wir Abschied nehmen von Sardinien und vom türkisblauen Meer. Mit der Fähre ging es am Abend zurück zum Festland, von Livorno haben wir die Heimreise nach Schwarzenbach angetreten, insgesamt sind wir 3500 km gefahren. Zum Schluss es war wieder eine sehr harmonische Reise, angefangen von den morgendlichen Impulsen durch Pfarrer Cibura, sowie unsere tolle Gemeinschaft und die Planung durch Familie Langer. hh. |
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