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DER STERN VON BETHLEHEM - AUS ASTRONOMISCHER SICHT BETRACHTET Im Rahmen der Erwachsenenbildung des Katholischen Bildungswerkes fand vor kurzen im Pfarrzentrum der kath. St. Franziskus Kirche in Schwarzenbach an der Saale ein Vortrag mit dem Thema "Der Stern von Bethlehem - aus astronomischer Sicht betrachtet" statt. Als Referent an diesem Abend konnte Kurt Hopf, ehemaliger Leiter der Volkssternwarte Hof, als sachkompetenter Experte begrüßt werden. Zu Beginn seines Vortrages stellte Hopf den Anwesenden ein Textstück vor, das er mit Musik untermalt auf eine Leinwand projizierte. "Nur diese eine Bibelstelle geht auf den Stern von Bethlehem ein. Außer dem Evangelisten Mathäus spricht kein anderer Evangelist von dieser Erscheinung" … gab der Referent zu verstehen. "Wer waren die Heiligen drei Könige?: Sie waren mit Sicherheit nicht nur zu dritt, denn für eine solche Wüstenkarawane waren mehrere Weggefährten nötig. Könige, und dass waren sie letztendlich auch, begaben sich zu der damaligen Zeit niemals alleine auf lange Reisen. Sie wurden immer begleitet von ihrem Hofgefolge und von bewaffneten Kriegern" … so Hopf weiter.
Als nächstes versuchte der Referent die Frage zu klären, welches astronomische Ereignis als "Stern" von Bethlehem in Frage kommen könnte? Dabei legte Hopf Wert darauf, dass er die Bezeichnung "Stern" lieber in Anführungszeichen setzen möchte. Die Erklärung hierfür werde er zu einem späteren Zeitpunkt erläutern. War der Stern von Bethlehem etwa eine Supernova, ein Komet, ein Schweifstern oder gar eine Planetenkonjunktion? Alle diese astronomischen Himmelserscheinungen, die als Erklärung für den Stern von Bethlehem gerne hergenommen werden, taugen nach Auffassung des Referenten in keinerlei Hinsicht als Wegweiser. "Und wer die Ansicht vertritt, die Menschheit konnte damals noch nicht unterscheiden zwischen einem Stern und einem anderem Himmelsereignis, der sieht sich schnell getäuscht, denn bereits 3000 Jahre v. Ch. verfügten bereits die Babylonier über ein großes astrologisches Wissen und konnten schon zu der damaligen Zeit Sonnenfinsternisse voraussagen. Seine Darstellungen untermauerte Hopf mit einer Computersimulation, bei der er eine Planetenkonjunktion auf der Leinwand zeigte. "Auf die Frage, welche astronomische Ereignisse als Erklärung für den Stern von Bethlehem in Frage kommen könnten, gibt es nur eine klare Antwort: Es gibt keine Erklärung" … so Hopf zu den Anwesenden. "Gott benutzte oft spezielle und imposante Himmelslichter, um sein Volk zu führen und unter einem solchen Himmelslicht ist auch der Stern von Bethlehem einzuordnen. Gott hat es nicht nötig für die Geburt seines Sohnes eine künstliche Konstruktion zu errichten. Der Stern über dem Stall von Bethlehem ist nicht das Wichtigste der Weihnachtsgeschichte. Viel wichtiger ist das Geschehen im Stall, die Geburt Jesus. Es ist auch nicht wichtig, wie viel Personen den Stall in Bethlehem besuchten. Wichtig ist nur, dass Gott seinen Sohn zu uns auf die Welt sandte und mit einem Himmelslicht die Menschheit darauf aufmerksam machte. Würden wir heute ein solches Zeichen überhaupt noch bemerken? Deshalb habe ich am Anfang meiner Ausführungen auch den "Stern" von Bethlehem unter Anführungszeichen gesetzt, denn es war kein astronomischer Stern". Am Ende des Vortrages nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit mit dem Referenten noch anstehende Fragen zu diskutieren und so neigte sich ein sehr interessanter Vortrag seinem Ende zu. N. F. |
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