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GROSSES BAUVORHABEN DER KATH. PFARRGEMEINDE ST. FRANZISKUS Seit knapp vier Jahren bemüht sich die Kath. Pfarrgemeinde Sankt Franziskus in Schwarzenbach an der Saale um einen Versammlungsraum, der auch von Rollstuhlfahrern ohne große Mühen zugänglich ist. Der Gedanke wurde geboren, als am 5. September 2000 das Bayerische Fernsehen im Turnerheim von Schwarzenbach die populäre Sendung "Jetzt red i" aufzeichnete und die am 4. Oktober 2000 gesendet wurde. In der damaligen Sendung meldete sich auch der Leiter des Seniorenclubs von St. Franziskus, Walter Findeis, zu Wort. Zur Erinnerung: Seine damalige Wortmeldung enthielt folgende Forderung: Bei der Planung der St. Franziskus Kirche ist im Untergeschoss des Gebäudes auch ein Jugendraum errichtet worden.
Auch der Seniorenclub nutzt diesen Raum für seine Treffen. Allerdings: Die Seniorinnen und Senioren, denen das Treppensteigen eh schon schwer fällt, müssen 17 Stufen hinunter und auch wieder hinauf gehen. Die Rollstuhlfahrer unter den Teilnehmern müsse man sogar im Rollstuhl hinunter und hinauf tragen. Dieser beschwerlicher Vorgang wiederholt sich dann bei jedem Besuch der Toilette. Für viele ältere Personen ist das ein unhaltbarer Zustand. Deshalb forderte Findeis damals einen Treppenlift einzubauen. Schnell stellte man allerdings fest, das ein solcher Treppenlift bautechnisch nicht realisierbar war. Nun wollte man Nägel mit Köpfe machen und die Überlegungen gingen hin zu einem Versammlungsraum, der an das bestehende Kirchengebäude angebaut werden sollte. Nach längeren Verhandlungen mit der Erzdiözese Bamberg, der Stadt Schwarzenbach/S. und anderen möglichen Geldgebern konnte Hugo Philipp, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Franziskus, im Mai 2002 ein Projektmodell der Gemeinde vorstellen. Dieses Modell wurde von den Diözesanarchitekten des Erzbischöflichen Bauamtes in Bamberg, in Auftrag gegeben. Im Juni 2002 wurde das Hofer Architekturbüro ghsw mit der Vorplanung beauftragt und im September 2002 erläuterte Arch. Greim im Rahmen eines Informationsgespräches seine Vorstellungen zu diesem Bauvorhaben.
In der kath. Gemeinde war vor allen der Pfarrgemeinderatsvorsitzende mit der Durchführung aller wichtigen Verhandlungen, Besprechungen und dem dazugehörigen Briefwechsel mit den Ämtern betraut. In den Monaten vorher erstellte eine Arbeitsgruppe der Gemeinde ein sogenanntes Sozialpädagogisches Konzept, stellte Förderanträge, musste erarbeitete Konzepte unter Berücksichtigung verschiedener Auflagen neu formulieren und überarbeiten. Kurz gesagt: Die Bürokratie war auch hier unschlagbar und der sprichwörtliche Beamtenschimmel galoppierte nicht nur einmal hörbar an der St. Franziskus Kirche vorbei. Wenn man nun bedenkt, dass die Kirchenverwaltung, der Pfarrgemeinderat und somit auch das Amt des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden unbezahlte Ehrenämter darstellen, muss man sich ernsthaft fragen, ob solche Stolpersteine und vermeidbare Schwierigkeiten überdacht werden sollten. Viele Gemeindemitglieder stellten ungeduldig immer wieder die Frage: Was wird denn jetzt aus dem geplanten Raum und wann beginnen endlich die Bauarbeiten? Vor kurzem lud nun Hugo Philipp interessierte Gemeindemitglieder zu einem erneuten Informationsgespräch ein und konnte von einem erfreulichen Werdegang des Bauvorhabens berichten: Die Erzdiözese Bamberg gab der Schwarzenbacher Kirchengemeinde St. Franziskus eine genau definierte finanzielle Zusage, die Geldmittel sind 2005 abrufbar und den voraussichtlichen Baubeginn gab Hugo Philipp nach Absprache mit dem Erzbischöflichen Bauamt in Bamberg mit April 2005 bekannt. Philipp wies die Anwesenden aber auch darauf hin, dass sich die jetzige Planung von der Früheren in vielen Punkten unterscheidet. "Wir mussten das damals vorgestellte Projekt gewaltig abspecken, sonst hätte "Bamberg" da nie mitgemacht. Der umbaute Raum des jetzt gültigen Projektes umfasst 1178 Kubikmeter, das sind 357 Kubikmeter weniger als im ersten Konzept vorgesehen. Auch bei der Innenausstattung des Raumes mussten wir gewisse Abstriche vornehmen und auf das Eine und Andere verzichten" ... betonte Philipp. Natürlich bleibt der Gemeinde St. Franziskus eine nicht unbeachtliche Summe an Eigenaufwendungen. "Wir werden gemeinsam gehbare Wege suchen, den fälligen Restbetrag aufzubringen. Wenn die Gemeinde das geplante Bauvorhaben, wie wir vom Pfarrgemeinderat, als einen Versammlungsraum für die gesamte Gemeinde erkennt, bin ich mir sicher, wir werden das schaffen." In der anschließenden Diskussion wurden Vorschläge, sowohl für einen Namen für den Raum als auch zur Finanzierung der Eigenaufwendung gesucht. Nach der Überarbeitung des ersten Konzeptes und der vorgenommenen Streichung bestimmter Positionen waren sich die Beteiligten einig, dass die erste Bezeichnung "Multifunktionsraum" nicht mehr zutreffend sei und man einen neuen Namen für den Raum suchen muss. Bei der Namenssuche sollte nach Vorschlag eines Anwesenden die gesamte Kirchengemeinde einbezogen werden. Wie das aussehen kann, wird in einer der nächsten Sitzungen des Pfarrgemeinderates besprochen. Benefizveranstaltungen in der St. Franziskus Kirche, Verkauf von Bausteinen zu Gunsten des geplanten Bauvorhabens und eine großangelegte Spendenaktion waren nur einige der aufgeführten Finanzierungsvorschläge. Weiterhin soll bis zum kommenden Pfarrfest am 24. und 25. Juli 2004 das bisherige Modell des alten Projektes überarbeitet sein, die reduzierte Planung verdeutlichen und der Gemeinde vorgestellt werden. Wer bereits jetzt mit einer Spende helfen möchte, kann mit einer Einzahlung auf das Konto der Kath. Kirchenstiftung Nr.: 240001602 bei der Kreis- und Stadtsparkasse Hof/S., BLZ 78050000 das Bauvorhaben unterstützen. Die Pfarrgemeinde von St. Franziskus bedankt sich für jegliche Unterstützung. N. F. |
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