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SENIORENCLUB "ST. FRANZISKUS" IN SÜDTIROL

Ein Reisebericht von Walter Findeis

Unter dem Motto: zum Gernhaben und Genießen, viel Sonne, klare Bergluft und herzliche Gastfreundschaft fuhr der Seniorenclub ST. FRANZISKUS " der Kath. Kirchengemeinde vom 25. 08. - 30. 08. 2003 mit Reiseteilnehmer aus Schwarzenbach/Saale, Oberkotzau, Hof, Döhlau und Regnitzlosau zur 9. Seniorenfreizeit in Folge nach Südtirol. Den täglichen geistlichen Impuls aus dem Magnifikat (das Stundengebet) gab uns nach der Abfahrt am Morgen unser Pastoralreferent Herr Uli Essler.
Über Regensburg - München - Innsbruck - Brennerpass - Brixen ging es nach St. Johann ins Ahrntal - Südtirol. Nach einer langen Fahrt angekommen, wurden die Zimmer verteilt und dann ging es zum Abendessen mit einem 5 Gang Menü. Einige Reiseteilnehmer genehmigten sich noch einen schönen Schoppen Südtiroler Wein, die Anderen gingen milde zu Bett.

Seniorenclub
Das Gruppenfoto zeigt die Teilnehmer der Seniorenfreizeit bei ihrer großen Dolomitenrundfahrt auf dem 2117 Meter hohen Valparolapass. Foto: H. Schaffer

Der nächste Tag war ja schon ein ganz großes Erlebnis. Eine große östliche Dolomitenrundfahrt stand auf dem Programm. Die erfahrene Reiseleiterin Maria war perfekt und so konnten wir viel erfahren. Durch das Pustertal ging es nach Bruneck. Über den Welsberg nach Toblach, dann über das Höllensteintal zum Misurinasee, wo wir den erste Aufenthalt hatten. Das Wetter konnte nicht schöner sein.
Danach ging es über den Dreikreuzpass, ein großes Skigebiet, von da aus hat man eine wunderschöne Aussicht zum Monte Cristallo 3216 ü. M. Über Cortina d'Ampezzo 1200 ü. M. mit 8000 EW. sahen wir die vielen Villen der reichen Italiener. Am Valporolapass 2117 ü. M. machten wir die 2. Pause und stellten uns zu einem Gruppenfoto. In Corvara 1550 ü. M wurde Mittag gemacht. Übers Grödnerjoch 2137 ü. M. ging's ins Grödnertal. Die Gegend um Dorf Wolkenstein 1553 ü. M. im Grödnertal ist das reichste Tal des Landes, wegen der Holzschnitzereien. Hier im Grenzland, mitten in Europa, werden 3 Sprachen gesprochen:
deutsch, italienisch und ladinisch. Dann war die Heimfahrt über Klausen, zurück zum Hotel, nach einem erlebnisreichen Tag an der Reihe.
Am nächsten Tag für die westliche Dolomitenrundfahrt war Reiseleiter Pepi an der Reihe, der uns auch sehr viel wissenswerte erzählte. Durch das Eisacktal ging es über Klausen nach St. Ullrich im Grödnertal. Hier ist die Heimat von Luis Trenker ( 1892 - 1990 ); Hier in St. Ulrich ist auch seine letzte Ruhestätte. Über den Panieder Sattel ging es dann nach Kastelruth. (Bekannt durch die Kastelruther Spatzen). Die Weiterfahrt ging über die Tierser Passstraße hinauf zum Niggerpass 1690 ii. M., wo wir Mittag machten, eine herrliche Gegend. Durch den Rosengarten, das Herz der westlichen Dolomiten, ging es zum Karrer See. Ein Besuch dieses Sees ist ein Muss, wenn man in Südtirol ist. Er liegt auf eine Höhe von 1519 ü. M., ist etwa 3 ha groß und ist Naturschutzgebiet. Hier hat auch Kaiserin Sissi - im Urlaubsparadies - Urlaub gemacht. Über Deutschnofen, Birchabrugg ging es im Bozener Unterland zurück zum Hotel. Es war wieder fantastisch, denn das Wetter spielte mit. Im Hotel angekommen wartete schon Besuch auf uns. Unser Heimatpfarrer, Herr Joachim Gibura, überraschte uns an diesem Abend, da er auch einige Tage Urlaub in Südtirol machte. Nach einem gemeinsamen Abendessen feierten wir in der gotischen Pfarrkirche zu St. Johann am späten Abend noch einen Gottesdienst.
Am Donnerstag führte uns der Weg nach Brixen. Die erste Station war die barocke Domkirche Mariä Himmelfahrt. Die Breite des Domes betonend, hält die klassistische Vorhalle ( 1783 - 1785 > das geistliche Bauwerk am Boden. Dieses erstand 1745 - 1758 völlig neu. Nach einer Führung im Dom ging es in den Domkreuzgang. Er gibt ein einzigartiges Bild der Tiroler Wandmalerei von der späten Romanik bis zur Gotik. Von den 20 Arkaden sind 15 bemalt, die uns der Domführer eindrucksvoll erklärte. Dann war eine Stunde Freizeit angesagt. Das berühmte Augustiner - Chorherrenstift mit barocker Kirche war am Nachmittag am Programm. Das barocke Kloster Neustift ist eine der größten Sehenswürdigkeiten Südtirols. Der romanisch - gotische Bau der Stiftskirche zu Unserer Lieben Frau im Neustift wurde im 18. Jh. zum schönsten spätbarocken Kirchenraum Südtirols umgestaltet. Den Rokokosaal der Bibliothek, sicher der schönste Profanraum dieser Epoche in Südtirol, schuf 1770 - 1778 der aus Trient stammende Künstler Giuseppe Sartori. Nach diesen beeindruckenden Erlebnissen ging es zurück zum Hotel; das Abendessen wartete schon auf uns. Am nächsten Tag wollten wir zu den 3 größten Wasserfällen in Südtirol und einen Spaziergang auf dem Besinnungsweg von Franz von Assisi machen; doch der Regen in der Nacht machte uns einen Strich durch die Rechnung: der Weg war an diesem Tag nicht begehbar. So fuhren wir mit dem Bus zum Parkplatz Tobl. Von dort aus ging es zur Tobl Kapelle, die dem Hl. Franziskus und der Hl. Klara gewidmet wurde. Pastoralreferent Herr Uli Essler feierte mit uns eine recht ergreifende Andacht. Der Freitag Nachmittag steht immer zur freien Verügung, sodass man in Sand in Taufers noch nach Herzenslust Schmankerln aus Südtirol einkaufen konnte.
Am Abend stand, schon traditionell der JE - KA - MI - Abend ( Jeder kann mitmachen ) auf dem Programm.
Bis kurz vor Mitternacht war die lustige Gesellschaft bei Liedern, Gedichten und Sketchen zusammen. Südtirol ist ein wunderschönes Land, reich an Kultur und herrlicher Landschaft. Mit der fantastischen Bergwelt der Dolomiten, mit sonnigen Hängen, an denen guter Wein wächst und mit der größten Obstanbaufläche Europas.
Nach einer erlebnisreichen Woche mit sehr vielen schönen Eindrücken, traten wir nach einem guten Frühstück, gut erholt, die Heimreise an.
Unser Fahrer " HANS " brachte uns wohlbehalten in die Heimat, ohne Zwischenfälle zurück. Danke !! W.F.

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