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ASTEROITEN, METEORITEN - GEFAHR FÜR UNSERE ERDE?

Im Rahmen der Katholischen Erwachsenenbildung des Katholischen Bildungswerkes unternimmt die kath. Gemeinde St. Franziskus zu diesem Thema am Mittwoch, den 07. Mai 2003 eine Exkursion in die Volkssternwarte nach Hof. Herr Kurt Hopf, Leiter der Volkssternwarte, wird an diesem Abend als fachkundiger Referent den Teilnehmern zur Verfügung stehen und deren Fragen beantworten.
Bisher sind Kollisionen mit Himmelskörpern für die Erdbewohner glimpflich abgegangen. Doch jederzeit könnte ein Geschoss aus dem All alles Leben auslöschen. Um das zu verhindern, tüfteln Experten an komplizierten Abwehrstrategien.
In "Armageddon", einem Leinwandspektakel von 1998, war es ziemlich einfach, einen Weltuntergang abzuwenden. Ein "NEA" (von Near-Earth-Asteroid), "so groß wie Texas", raste mit 35 000 Stundenkilometern auf die Erde zu, drohte als riesiger Meteorit auf ihr einzuschlagen. In nur 18 verbleibenden Tagen bis zum Crash wurde ein Team von Bohrspezialisten zu Astronauten geschult und von Space Shuttles ins All geschossen, wurde ein 255 Meter tiefes Loch in den Asteroiden gebohrt und dieser durch eine Atombombe in zwei Teile gespalten. Die Bruchstücke flogen an der Erde vorbei, die Menschheit war gerettet. Mit der Wirklichkeit hat ein solches Szenarium nicht im Entferntesten zu tun. Die Himmelskörper, mit denen die Erde kollidieren könnte, sind viel kleiner als das Schreckgespenst aus "Armageddon" - allerdings ungleich schwieriger unschädlich zu machen als dort gezeigt. Und: Weitaus leichtere Attacken aus dem All genügen, das Leben auf der Erde in eine tiefe Krise zu stürzen.
Nicht mehr als zehn bis 15 Kilometer maß zum Beispiel jener Asteroid, der vor 65 Millionen Jahren 75 bis 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde aussterben ließ, darunter auch die Dinosaurier. Er schlug einen 200 Kilometer weiten Krater, zur einen Hälfte auf der heutigen mexikanischen Halbinsel Yucatan, zur anderen Hälfte im Golf von Mexiko. Milliarden Tonnen Staub und Wasserdampf, verstärkt durch Ruß und Asche von Feuerstürmen, verdunkelten den Himmel für Wochen und Monate und ließen die Temperaturen an der Erdoberfläche so rapide sinken, dass Pflanzen abstarben und Tiere verhungerten.
Selbst weit kleinere Himmelskörper können noch erheblichen Schaden anrichten. So explodierte 1908 in der Atmosphäre über Sibirien ein 50 bis 100 Meter großer Asteroid oder Kometenkern. 2200 Quadratkilometer Wald wurden dabei am Oberlauf der steinigen Tunguska umgeworfen. Nur wenige Menschen kamen ums Leben. Doch was hätte dieses Weltraumgeschoss von relativ bescheidenen Ausmaßen angerichtet, wäre es über einer dicht besiedelten Region zerplatzt?
Welche Vorwarnzeit benötigt der Menschen bei einer solchen Bedrohung aus dem All und besteht überhaupt eine reale Chance für die Menschheit, sich vor einer solchen "Attacke" zu schützen?
Viele Fragen, auf die Herr Kurt Hopf gerne eingehen wird.

Interessierte Veranstaltungsteilnehmer können sich im Foyer der Sankt Franziskus Kirche in eine Teilnehmerliste eintragen.

N. F.