KINDERKIRCHE IM DEZEMBER IN ST. FRANZISKUS

Am Sonntag, den 10. Dezember 2017 um 10.30 Uhr, sind wieder alle Kinder mit ihren Eltern zur Kinderkirche in den Gemeinderaum der kath. St. Franziskuskirche in Schwarzenbach an der Saale eingeladen. Thema der Kinderkirche wird diesmal sein: „Mach dich auf…“ Die Adventszeit ist für viele hektisch und so manches muss für Weihnachten vorbereitet werden. Mit den Kindern zusammen will sich das Team der Kinderkirche aufmachen und in der Bibel entdecken wie sich vor etwas mehr als 2000 Jahren die Menschen auf Jesus vorbereitet haben. Auch ihnen waren oft andere Dinge wichtig. Und doch gab es einen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen auf Jesus aufmerksam zu machen. Auch wir wollen uns auf den Weg machen… Uns aufmachen… uns selbst vorbereiten und andere an Jesus erinnern.

VORWEIHNACHTLICHE FEIER DES SENIORENCLUBS ST. FRANZISKUS

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 treffen sich die Senioren des Seniorenclubs St. Franziskus der gleichnamigen Pfarrgemeinde von Schwarzenbach an der Saale um 14 Uhr zunächst zu einem Seniorengottesdienst in der St. Franziskuskirche. Im anschließenden Seniorenclub findet eine vorweihnachtliche Feier mit Besuch vom Nikolaus statt und auch die Kinder des Katholischen Kindergartens St. Klara haben ihren Besuch angekündigt. Herzliche Einladung ergeht an alle Seniorinnen und Senioren.

WER MACHT MIT BEIM STERNSINGEN?

Am 4. und 6. Januar 2018 werden die Sternsinger in Schwarzenbach a.d.Saale wieder unterwegs sein. Alle Kinder und Jugendlichen ab der 1. Klasse sind herzlich eingeladen mitzumachen.

Beim Sternsingen werden Spenden für notleidende Kinder auf der ganzen Welt gesammelt. Aber es geht auch darum den Segen in jedes Haus zu tragen. Als Belohnung warten demnach für die Kids die Freude bei den Besuchten und daneben auch eine Naschtüte und ein Ausflug.

Wer dabei sein möchte, kann sich bis 17.12. bei Hermann Knoblich, Tel. 09284/4533 oder im Pfarramt 09284/327 anmelden. Infoflyer liegen in der Kirche aus.

In diesem Jahr findet die diözesanweite Aussendung in Hof statt. Hunderte von Sternsinger werden am 29.12.17 gemeinsam durch die Hofer Innenstadt ziehen. Alle Schwarzenbacher Sternsinger sind eingeladen dabei zu sein.

Bei der diesjährigen Aktion heißt das Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“. Trotz Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen arbeiten weltweit 168 Millionen Kinder, allein in Indien rund 60 Millionen. Die Projektpartner der Sternsingeraktion setzen sich gegen das Unrecht der ausbeuterischen Kinderarbeit in Indien und weltweit ein. Sie bieten arbeitenden Kindern geschützte Räume, in denen sie lernen und sich erholen können. Sie sorgen für Unterricht und Ausbildung und helfen dabei, die Lebensumstände armer Familien zu verbessern, damit die Kinder nicht zum Einkommen beitragen müssen. Zugleich sorgen sie auf vielfältige Weise dafür, arbeitende Kinder selbst zu stärken. Mehr Infos gibt`s im Internet unter www.sternsinger.de.

 

Termine:

Di 26.12.17, 11:30 Uhr; 1. Treffen, Gemeinderaum St. Franziskus

Fr 29.12.17, diözesanweite Aussendung in Hof, Abfahrt an Kirche 13 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Mi 3.1.18, 10 Uhr, 2. Treffen mit Kleiderprobe und Film

Do 04.01.18, 1. Aktionstag, Treffen 9.30 Uhr

Sa 06.01.18, 2. Aktionstag, Treffen 10 Uhr

Einladung 2018 zum Download

ES GEHT UM DIE GEMEINSAME ZUKUNFT

Pfarrgemeinderäte des Seelsorgebereichs Dreifaltigkeit kamen zusammen

„Zusammenarbeit gelingt, wenn …“ – unter diesem Motto stand der zweite Einkehrtag der Pfarrgemeinderäte des Seelsorgebereichs Dreifaltigkeit, in dem die Pfarreien in Schwarzenbach a.d.S., Rehau mit Regnitzlosau und Oberkotzau zusammengefasst sind. Auch Pfarrer Dieter Jung, der seit September 2017 für diese drei Gemeinden zuständig ist, war es ein Herzensanliegen dabei zu sein um in ungezwungener Atmosphäre die Laienvertreter seiner Gemeinden besser kennenzulernen. Nachdem die erste Veranstaltung im Januar 2016 in Schwarzenbach stattgefunden hatte, traf man sich dieses Mal im Gemeinderaum der Apostelkirche in Rehau. Als Moderatoren für diesen Einkehrtag fungierten Herr Hans-Josef Aschemann und Herr Josef Gründel von der Gemeindeberatung des Erzbistums Bamberg. Neben der intensiven Gruppenarbeit bot der Tagesablauf auch Raum für das persönliche Gespräch bei einem Spaziergang und der gemeinsamen Kaffeetafel. Die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten gilt es nun über die Teilnehmer in die Pfarreien zu tragen und dort zu vervielfältigen. Als konkrete Anregung für gemeinsame Aktivitäten wurde beispielsweise genannt: Seniorenarbeit (Ausflüge, Treffen), Kirchenchor (zu besonderen Anlässen), Pfarr- und Pilgerfahrten, Jugendarbeit (Jugendgottesdienste, Zeltlager), u.v.m. So war man sich u.a. darin einig, dass das Zusammenwachsen ein Prozess ist, den man nicht erzwingen kann. Vielmehr muss dieser gewollten Entwicklung Zeit zugestanden werden zu reifen und Früchte zu tragen. Mit einem Gottesdienst in der Apostelkirche fand dieser gelungene Nachmittag seinen Abschluss.

INFORMATIVER SENIORENNACHMITTAG MIT KRANKENSALBUNG

Das Treffen des Seniorenclubs St. Franziskus im November begann mit einem Seniorengottesdienst in der St. Franziskuskirche der von Pfarrer Dieter Jung zelebriert wurde. In seiner Predigt gab Jung eine kurze Einführung in das Sakrament der Krankensalbung und nach der Predigt spendete der Geistliche, assistiert von Pfarrer Schinhammer, den Anwesenden die Krankensalbung. Nach diesem sehr beeindruckenden Gottesdienst fand das Treffen der Senioren mit einer leiblichen Stärkung bei Kaffee und Kuchen seine Fortsetzung und im weiteren Verlaufe des Nachmittages schloss sich ein Referat von Pfarrer Jung über den Heiligen Martin,  der vor 1700 Jahren geboren wurde und dessen Namenstag am 11. November war. Der Legende nach wollte der heilige Martin nicht Bischof werden. Und fast wäre tatsächlich alles ganz anders gekommen – entscheidend war in seinem Leben ein Mantel, der geteilte Mantel von Martin, der einem fast unbekleideten Bettler vor großer Kälte schützte. Es war ein sehr interessanter Vortrag, bei dem die Anwesenden sehr viele Informationen über den Hl. Martin erfahren konnten, die über die bekannte Legende hinausgingen. Zur Auflockerung sangen die Senioren Strophen aus einem Martinslied die sie aus dem Gesangbuch entnahmen. Und auch dieses Seniorentreffen fand seinen Ausklang mit der beliebten Geburtstagsrunde.

Der Referent an diesem Nachmittag: Pfarrer Dieter Jung sprach über den Heiligen Martin.

Foto: Franz Walther

BENEFIZ-WEINFEST 2017 DES ARBEITSKREISES „EINE-WELT“ FÜR EINEN GUTEN ZWECK

Auch in diesem Jahr fand im unteren Jugendraum das traditionelle Benefiz-Weinfest des Arbeitskreises „Eine-Welt“ der kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale regen Zuspruch. Mit dem diesjährigen Erlös des Weinfestes möchten  die Mitarbeiter des Eine-Welt-Kreises gerne kranke und bedürftige Kinder in den Katastrophengebieten von Afrika unterstützen. Der Jugendraum, in dem sich die Gäste richtig wohl fühlen konnten, war von den Initiatoren des Weinfestes liebevoll herbstlich geschmückt worden. Für gute Stimmung sorgte musikalisch das Duo „Kornberg-Echo“. Für das leibliche Wohl der Gäste war mit guten Wein, Zwiebelkuchen, Quiche, Lachskuchen und anderen schmackhaften Spezialitäten bestens gesorgt. In den zurückliegenden Jahren konnte der Arbeitskreis dringend benötigte Finanzhilfe an Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern überweisen. Der Arbeitskreis steht in ständiger Verbindung mit den Helfern der Hilfsprojekte und aus deren Dankesschreiben an den Schwarzenbacher Hilfskreis geht hervor, die Hilfe kommt an und hilft so das Leid von vielen hilfsbedürftigen Kindern zu lindern. Auf diesem Wege möchte sich der Arbeitskreis bei allen Spendern und bei allen, welche die Arbeit von „Eine Welt“ unterstützen, recht herzlich bedanken. Ein besonderer Dank geht auch an die Initiatoren des Kinderkleiderbasars, die heuer die Arbeit des Eine-Welt-Kreises mit einer großen Spende unterstützt haben.

STEFAN ILLEK HIELT VORTRAG BEI SENIORENCLUBS ST. FRANZISKUS

Dem letzten Treffen des Seniorenclubs St. Franziskus ging ein Seniorengottesdienst voraus der von Pfarradministrator Dieter Jung geleitet worden ist. Nach dem Gottesdienst feierten die Seniorinnen und Senioren mit Zwiebelkuchen, Speckfettbroten und Federweißen ihr traditionelles Oktoberfest. Im weiteren Verlaufe des Nachmittages folgte ein Vortrag von Stefan Illek mit dem Thema „Krummau, Perle im Böhmerwald“. Krummau an der Moldau ist eine Stadt in Südböhmen mit ca. 13.200 Einwohnern. Die historische Altstadt wird als Kulturdenkmal auf der Liste des UNESCO-Welterbes geführt. Stefan Illek hat anlässlich einer Fahrt vom Bayerischen Wald über das Österreichische Mühlviertel nach Krummau einen Film verfasst und mit interessanten Hinweisen, die die Betrachter ablesen konnten, versehen. Untermalt wurde der Film zudem mit böhmischer Musik. Die Senioren konnten außerdem viel Interessantes über die Geschichte und die Vertreibung der Deutschen erfahren. Die gemeinsam erlebten Stunden wurden einstimmig von den Gästen als  ein sehr schöner Nachmittag gewertet der mit der allseits beliebten Geburtstagsrunde seinen Ausklang fand.

ERNTEDANKGOTTESDIENST UND KINDERKIRCHE IN ST. FRANZISKUS

Mit einem Festgottesdienst feierten Christen in der St. Franziskuskirche das Erntedankfest, ein farbenfroher und liebevoll gerichteter Erntedankaltar erinnert die Kirchenbesucher an die üppige Vielfalt an Gaben mit denen uns die Natur beschenkt. Von der Zwiebel über Tomaten, Zucchini, Kohlrabi, Kürbis, Getreide, Honig und andere Gaben, alles was die Natur zu bieten hat, fand am Erntedankaltar seinen Platz. Zeitgleich fand im Gemeinderaum der Gemeinde eine Kinderkirche statt bei der sich Kinder ebenfalls mit dem Thema „Erntedank“ unter der Begleitung von Erwachsenen der Gemeinde befassten. Nach einem gemeinsamen „Vater unser“ stellten die Kinder ihren Eltern das Thema der Kinderkirche vor und versicherten den Anwesenden mit einem Lied ihre Dankesbereitschaft. In seiner Predigt wandte sich Pfarrer Dieter Jung an die Anwesenden. Die Predigt des Geistlichen bezog sich auf die Lesung aus Phil 2,1-11 + Mt 21,28-32. „ Liebe Schwestern und Brüder! Mal ehrlich: Dankbarkeit sieht anders aus-aber ich kann es nicht ändern, die Lesung und das Evangelium sind uns vorgegeben, das Erntedankfest auch. So will ich versuchen, was es in den Texten zu ernten gibt. Dankbarkeit sieht so aus: Ich danke dir, dass Du mir bei der Ernte im Weinberg helfen willst – oder nach getaner Arbeit: Ich danke dir, dass Du mir geholfen hast, die Früchte zu ernten – allein hätte ich das nicht geschafft. Aber derartige Reaktionen nennt das Evangelium nicht – es lässt offen, wie der Vater auf das Verhalten seiner Söhne bzw. Kinder reagiert. Gott sei Dank – Erntedank! Viele Früche in den Gärten und auf den Feldern wachsen und reifen nur, wenn Menschen nicht nur Ja sagen, sondern etwas dafür tun, wenn sie säen, gießen, düngen, hacken, jäten. Die Früchte der Solidarität und der Verantwortung füreinander wachsen und reifen nur, wenn Menschen sich nicht verschließen, sondern den Mut haben, einander zu dienen. Gott sei Dank – Erntedank. Amen“… so Predigtauszüge von Dieter Jung.

Fotos:  Norbert Fuchs

Von der Zwiebel über Tomaten, Zucchini, Kohlrabi, Kürbis und anderem Gemüse, alles was die Natur zu bieten hat, fand am Erntedankaltar seinen Platz

Sie versicherten den Anwesenden mit einem Lied ihre Dankesbereitschaft. Die Kinder der Kinderkirche.

HAUSAUFGABENBETREUUNG DER KATH. KITA ST. KLARA; PROJEKT „KÖRPER“

Wir Schulkinder von der Hausaufgabenbetreuung der kath. Kindertagesstätte St. Klara haben uns das Projekt „Körper“ erarbeitet. Wir untersuchten und verglichen unsere Fingerabdrücke. Dabei stellten wir fest, dass jeder Mensch einen unterschiedlichen hat und es verschiedenste Muster gibt. Wir haben uns Knochen und richtige Organe anschauen können, die eine Mama aus der Metzgerei mitbrachte. Eine andere Mama stellte einen Rollstuhl zur Verfügung. Wir fuhren einen Parcour damit und mussten uns wahnsinnig dafür anstrengen.

Unser Abschluss war der Besuch in der Arztpraxis von Frau Doktor Schubert. Sie nahm sich viel Zeit um uns ihre Praxis und ihre ärztlichen Hilfsmittel zu zeigen, Fragen durften dabei nicht fehlen. Als Dankeschön bekam sie ein selbst gebasteltes Skelett aus Nudeln von uns.

FEIERLICHER EINFÜHRUNGSGOTTESDIENST FÜR PFARRER DIETER JUNG

Bis auf den letzten Platz besetzt war die St. Antonius-Kirche in Oberkotzau als Pfarrer Dieter Jung von Dekan Holger Fiedler in einem feierlichen Gottesdienst zum Administrator des Seelsorgebereiches „Dreifaltigkeit“ eingeführt worden ist. Fiedler ging in seinen Begrüßungsworten auch auf den von Jung erlernten Beruf des Brückenbau-Ingenieur  ein und irgendwann muss in Jung der Wunsch gewachsen sein, seine Gottesbeziehung zu vertiefen und auf andere Weise Brücken zu bauen. Brücken zwischen den Menschen, Brücken zwischen Gott und den Menschen.

Der neue Pfarrer Dieter Jung für den Seelsorgebereich Dreifaltigkeit bei seinem  Einführungsgottesdienst am Ambo der St. Antonius – Kirche in Oberkotzau.

An dem Gottesdienst nahmen neben zahlreichen Besuchern der drei Gemeinden Oberkotzau, Rehau und Schwarzenbach an der Saale, die dem Seelsorgebereich Dreifaltigkeit angehören, auch Geistliche aus den ehemaligen Wirkungsgemeinden des Geistlichen al

s auch die Bürgermeister aus Oberkotzau, Rehau, Regnitzlosau und Schwarzenbach an der Saale teil. Sie wünschten dem Geistlichen für dessen Neuanfang alles Gute und sicherten alle ihre Mithilfe für einen guten Start im Seelsorgebereich zu.

Auch der Schwarzenbacher Bürgermeister Hans-Peter Baumann überbrachte beste Wünsche für den Neustart von Dieter Jung.

Mitglieder der drei Kirchenverwaltungen schlossen sich den Glückwünschen an und schenkten dem Geistlichen drei gebackene Schlüssel welche die Schlüsselgewalt über die drei Kirchen symbolisieren sollten. Weiterhin überreichten die drei Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte eine dreiflammige Kerze deren Licht immer an diesen Tag erinnern soll. Die Schwestern der „Kongregation der Schwestern Dienerinnen Jesu in der Eucharistie“ aus Oberkotzau reihten sich ebenfalls in die Gratulationsschlange ein und überbrachten den neuen Pfarrer eine kleine Aufmerksamkeit.  Auch Geistliche der Evangelischen Kirchengemeinden waren anwesend und Pfarrer Dieter Baderschneider von der Oberkotzauer  Kirchengemeinde richtete von allen Evangelischen Mitbrüdern und Schwestern Willkommensgrüße aus. Scherzhaft meinte Baderschneider: „Dieter grüßt Dieter und gemeinsam haben wir nicht nur den gleichen Vornamen sondern auch einen gemeinsamen Mittelpunkt – Jesus Christus“. Als kleine Stärkung brachte er seinen Mitbruder und Namensvetter ein Körbchen voller Brotzeitutensilien mit. „Wascht, Kees und olles wos stark macht, olles schee eigschwaaßt“ gab der Geistliche mundartlich oberfränkisch zu verstehen. In seiner Predigt ging Jung auf seinen Neuanfang ein. „ Etwas Neues bricht an, ein Neuanfang – freudige Erwartung, Hoffnung auf einen guten gelingenden Start, auf einen leichten, ersten Schritt … Hier stehe ich und kann nicht anders: Als Brückenbauer muss ich heute die Schuld eingestehen, dass wir manche Brücken abgebrochen haben –  Brücken zu ihnen. Vergeben sie mir und uns als pastorales Team, bitte. Es war ein Beginn unter erschwerten Bedingungen: Ein Pfarrhaus, das dringend renoviert werden muss und derzeit unbewohnbar ist; ein ausgelagertes Pfarrbüro – erreichbar waren wir in Schwarzenbach in der letzten Woche aufgrund technischer Probleme nur bedingt, aber wir arbeiten dran, wir bauen die Brücken zu ihnen wieder auf und werden auch einiges technisch verbessern. – Haben sie noch etwas Geduld mit uns! Auch mit der neuen Situation – wir haben nach dem Wechsel von unserer Gemeindereferentin weniger hauptamtliches pastorales Personal vor Ort – müssen wir umgehen lernen. Wir suchen nach Wegen, wie eine menschennahe Seelsorge und diese Brücken zwischen Gott und Mensch erhalten bleiben können. –Haben sie etwas Geduld mit uns, wir haben noch keine Lösung! Auf der anderen Seite haben sie mir in den letzten Tagen viele Brücken gebaut: durch ein „Willkommen“, durch ein Lächeln, durch offene Türen, durch gelebte Gastfreundschaft. Vergelt’s Gott und Danke, dass Sie nicht nachtragend sind, dass Sie Geduld mit den Umständen und auch mit mir haben. Hab Geduld mit mir! Vergib mir, dass ich das jetzt nicht leisten kann, was ich eigentlich schuldig bin! Ausgesprochene Bitten  und Eingeständnisse, die keinem leicht fallen – auch mir nicht. Aber noch schwieriger ist es, sie als Gegenüber nicht nur zu hören, sondern zu akzeptieren: Der oder die müsste doch – das geht doch nicht – wo kämen wir denn da hin? Für mich selber nehme ich diese Vergebung gerne an und erwarte diese Zugeständnisse von anderen – selbstverständlich. Aber bin ich selbst bereit sie auch anderen, meinem Mitmenschen zu gewähren und einzuräumen? Denke ich nicht oft: Vergebung von Gott und den Mitmenschen „Ja bitte“ – aber dem Mitmenschen vergeben „Nein danke“? Jeder Mensch macht Fehler und kann schuldig werden – jeder, auch ich. Wie gut tut es da, wenn jemand sagt: Ich verzeihe! Ich gebe dir eine Chance neu anzufangen – und ich nehme dich an mit deinen Ecken und Kanten, mit deinen Fehlern und Schwächen. Ich mag dich um deiner selbst willen; ich mag dich, weil es dich als Mensch gibt. Gott sagt mir dieses Ja zu – in der Taufe: „Du bist mein geliebter Sohn / du bist meine geliebte Tochter, an dir habe ich Gefallen gefunden“(nach Mt 3,17). Gott nimmt alle Schuld von mir und er nimmt mich an, als Mensch, und uns als Christinnen und Christen – und diese Verbundenheit in Christus verbindet uns in der Ökumene, sie verbindet uns im Seelsorgebereich Dreifaltigkeit, sie verbindet Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche aus den Pfarreien Rehau, Oberkotzau und Schwarzenbach auf dem gemeinsamen Weg des gelebten Glaubens. Jesus Christus ist dieser Weg der uns eint, die Brücke, die uns zusammenführt; er ist die Wahrheit, die uns frei macht, und das Leben schenkt durch vergebene Liebe (nach Joh 14,6). Als Euer neuer Pfarradministrator, Brückenbauer und Seelsorger will ich diesen Weg des gelebten Glaubens gern mit Euch gehen. Ich kann nur versuchen zwischenmenschliche Brücken zu bauen und auf Jesus Christus, die Brücke zwischen Gott und Mensch, hinzuweisen; Wunder kann ich keine vollbringen – auch ich bin ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Aber wenn wir alle – Sie,  Du , ich – ja wir alle, die Ehren- und Hauptamtlichen im Seelsorgebereich Dreifaltigkeit und im Dekanat Hof, die Haltung der Vergebung leben – nicht einmal, nicht siebenmal, sondern immer wieder neu -, dann wird es ein guter gemeinsamer Weg werden: Dann teilen wir diese gute Erfahrung der Vergebung miteinander – in aller Wertschätzung des Anderen und Nächsten und auch im Bewusstsein um den Wert des Eigenen. Durch Vergebung ist ein mehr an Leben möglich – gutes Zusammenleben, denn: Wer vergibt, dem wird vergeben. In dieser Zuversicht beten wir im Vater unser: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Es kommt auf uns an, auf jeden einzelnen, auf meinen Willen zur Vergebung. Durch erlebte Vergebung kommt viel in Bewegung: Wir wenden uns einander zu, gehen Schritte aufeinander zu, reichen uns die Hand – und gehen Hand in Hand in die Zukunft: versöhnt, einander stützend und unterstützend. Auf diese gemeinsamen Schritte auf dem Weg der Versöhnung kommt es an – und da bitte ich Sie um ihr Mitgehen. Lasst uns zusammengehen und zusammen gehen, dann werden verhärtete Fronten, Groll, Schuldzuweisungen und Rechthaberei der verschiedenen Kirchen und Pfarreien, Interessensgruppen und Einzelner überwunden; dann öffnen sich neue Wege, dann werden neue Brückenschläge möglich, Begegnung und Dialog, Leben und Glauben in versöhnter Verschiedenheit. Amen.“  So Dieter Jung zu den zahlreichen Gottesdienstbesuchern in der St. Antonius- Kirche von Oberkotzau. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom gemeinsamen Chor der drei Seelsorge – Pfarrgemeinden. Am Ende der Feier waren alle Anwesenden zu einem Austausch mit Dieter Jung, zum gegenseitigen Kennenlernen oder zu einem guten Gespräch mit Freunden im Gemeindesaal von St. Antonius eingeladen.

weitere Impressionen

DSCI1910
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